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Bernie Ecclestone ist seit 2006 operativer Geschäftsführer der Formel 1 © getty

Mit deutlichen Worten äußert sich Formel-1-Boss Bernie Ecclestone zu den Kaufabsichten von Medienmogul Rupert Murdoch.

Von Barnabas Szöcs

München - "Big Bernies" Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

Nach zahlreichen Berichten, wonach der mächtige Medienmogul Rupert Murdoch angeblich an einem Kauf der Formel 1 interessiert sei, konterte Bernie Ecclestone die Gerüchte - auf seine ganze eigene Art.

"Das ist Blödsinn", sagte der operative Leiter der Königsklasse dem "Telegraph Sport" kurz und trocken und fügte hinzu: "Der Sport steht nicht zum Verkauf".

Ecclestone wollte einen Verkauf nicht grundsätzlich ausschließen, stellte aber unterhaltsam klar: "Ich schätze, dass alles, was wir besitzen, zum Verkauf steht. Das Angebot müsste aber nicht gut sein, es müsste verrückt sein."

Übernimmt ein Konsortium?

Schon in der Vergangenheit hat es regelmäßig Angebote gegeben.

Der Nachrichtenagentur "Reuters" zufolge soll Murdochs Medienkonzern News Corp. ein Konsortium gründen, um die Kontrolle über die Formel 1 zu übernehmen.

Mexikanischer Milliardär involviert

Angeblich verhandelt Murdoch mit einem großen Autokonzern, der in der Formel 1 aktiv ist, sowie mit dem mexikanischen Milliardär Carlos Slim, dem mit einem Vermögen von etwa 70 Milliarden Dollar (49 Milliarden Euro) reichsten Mann der Welt.

Die Gespräche befänden sich allerdings noch in der Frühphase, sagte "eine mit der Angelegenheit vertraute Person" zu "Reuters".

Das Investmentunternehmen CVC Capital Partners, mit 63,3 Prozent größter Rechte-Eigentümer in der Formel 1 und somit Arbeitgeber von Ecclestone, plane jedoch keinen kompletten Verkauf der Königsklasse.

News Corp. will Anteile

"CVC hat wiederholt bestätigt, dass man keine direkten Pläne hat, die Formel 1 zu verkaufen. Natürlich wollen Finanzinvestoren ihr Investment immer zu irgendeinem Zeitpunkt verkaufen. News Corp. sucht derzeit nach einem Weg, wie sie Anteilseigner der Formel 1 werden könnte", sagte "Sky"-Wirtschaftsredakteur Mark Kleinman.

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Alles geht über Ecclestone

Laut Murdochs Nachrichtensender "Sky" könnte der Verkauf der Formel 1 in den kommenden 18 Monaten über die Bühne gehen.

News Corp. stehe jedoch nicht in Kontakt mit dem Formel-1-Eigner CVC Capital Partners. Der Finanzinvestor hatte die Formel-1-Holdinggesellschaft 2006 vom Rennsport-Magnaten Bernie Ecclestone gekauft, der sich aber noch immer um das operative Geschäft kümmert.

Die Lage ist ohnehin recht deutlich: Momentan kommt in der Formel 1 sowieso nichts an "Big Bernie" vorbei. Das bestätigte auch ein Informant dem "Spiegel" gegenüber: "Solange ein Bieter - seien es News Corp. und seine Partner oder auch Konkurrenten - von Bernie nicht gutgeheißen wird, wird gar nichts passieren."

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