vergrößernverkleinern
Vettel wechselte im Laufe der Saison 2007 zur Scuderia Toro Rosso © getty

Im Nachhinein gesteht Ex-Toro-Rosso-Mitbesitzer Gerhard Berger, dass er Super-Talent Sebastian Vettel total unterschätzt hat.

München - Das späte Geständnis des Gerhard B.: Wäre es nach dem ehemaligen Teileigentümer der Scuderia Toro Rosso gegangen, hätte der Rennstall im letzten Jahr wohl auf eine Verpflichtung von Top-Talent Sebastian Vettel verzichtet - der Österreicher befand den Deutschen noch nicht für reif.

"Ich habe Vettel schon ein paar Jahre beobachtet und hielt ihn für gut, aber nicht für so gut", gab Berger nun in einem Interview mit "speedtv.com" zu.

Vielmehr ging der Anstoß für den Transfer vom Red-Bull-Patriarchen Dietrich Mateschitz aus, erläutert Berger: "Ich habe gesagt, wir sollten die Fahrer wechseln, und Didi hat gesagt, wir sollten diesen Vettel probieren."

Toller Erfolg

Die tollen Erfolge des jungen italienischen Teams - ein guter achter Rang in der Fahrerwertung, ein achtbarer Platz sechs bei den Konstrukteuren und vor allem der Sensationssieg von Monza - wären somit wohl niemals zu Stande gekommen.

Vettels Teamkamerad Sebastien Bourdais brachte als bestes Ergebnis zwei siebte Plätze in Australien und Belgien zustande, die Vorgänger Vitantonio Liuzzi und Scott Speed schafften 2007 drei bzw. keine Punkte.

"Schnell aufgeholt"

"Ich habe gesagt, Vettel muss eine halbe Sekunde finden, wenn er konkurrenzfähig sein will. In Wahrheit fehlten ihm höchstens drei Zehntel - und die hat er schnell aufgeholt", so Berger weiter.

Nachträglich überschüttet der ehemalige Formel-1-Pilot das Talent noch weiter mit Lob: "Sein Paket aus Intelligenz und seiner Arbeitsweise ist so toll, dass ich gestehen muss: Ich habe das Potenzial dieses Burschen total unterschätzt."

Das Lob des ehemaligen Chefs dürfte beim deutschen Nachwuchsfahrer runter gehen wie Öl - auch wenn das "Dream Team" bei Toro Rosso mittlerweile komplett gesprengt wurde: Vettel wechselte zum "Mutterteam" Red Bull, nun verkaufte Berger seine Anteile.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel