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Bernie Ecclestone ist seit 2006 operativer Geschäftsführer der Formel 1 © getty

Der Zampano hat keine Angst, dass sein Imperium ins Wanken gerät. Auch FIA-Boss Jean Todt sieht eine Übernahme skeptisch.

Istanbul - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone fürchtet nur den Tod - und den anscheinend vor allem aus geschäftlichen Gründen.

Auf die Frage, ob er Angst habe, bald nicht mehr der mächtigste Mann der Formel 1 zu sein, sagte der 80-Jährige der "Bild am Sonntag": "Ja. Weil ich den Job nicht machen kann, wenn ich tot bin." (BERICHT: Formel-1-Poker: Top-Teams alarmiert)

Dass sein Imperium in der Königsklasse des Motorsports unter normalen Umständen wankt, fürchtet der Brite nicht.

"Ich glaube, es ist nach den vielen Gerüchten Zeit, einmal klarzustellen: Der bisherige Besitzer der Formel 1 ist die Investmentgruppe CVC. Sie haben mir versichert, dass die Formel 1 nicht zu verkaufen ist und ich sie weiter leite", sagte Ecclestone.

Sir Bernie bleibt gelassen

Das bekundete Interesse der News Corporation des australischen Zeitungs-Milliardärs Rupert Murdoch sowie von Exor, einer Investmentgruppe der Agnelli-Familie, irritiert Ecclestone nicht.

"Vielleicht haben diese Leute Interesse, aber dazu müssen sie sich erst einmal informieren, was sie überhaupt kaufen wollen. Das haben sie bisher nicht getan."

Auch Todt ist skeptisch

Auch Jean Todt, Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, zeigte sich skeptisch. ("Das ist Blödsinn" - Ecclestone dementiert Verkauf)

"Ich weiß nur, dass die CVC kein Interesse hat, zu verkaufen", sagte er: "Ich finde es ohnehin seltsam, dass jemand etwas kaufen will, ohne dass es zum Verkauf steht."

Im Falle der Übernahme hätte die FIA ein Veto-Recht.

Keine Chance für Agnelli

Besonders Fiat-Anteilseigner Exor würde Ecclestone bei einer entsprechenden Anfrage auch keine Chance einräumen: "Das wäre ja schon deswegen merkwürdig, weil das die anderen Formel-1-Teams sicher nicht lustig fänden, wenn Fiat mit Tochter Ferrari einsteigen würde."

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Insgesamt bezeichnete der Brite die Gerüchte vor dem Hintergrund des 2012 auslaufenden Concorde Agreement der Teams als "irgendwelche Störfeuer von außen, die Unruhe reinbringen wollen".

Lob für Pirelli

Mit der aktuellen Entwicklung der Formel 1 ist Ecclestone hochzufrieden - auch dank der neuen Regeln.

Er habe Pirelli, Konstrukteur des neuen Einheitsreifens, gebeten, "einen Reifen zu konstruieren, der höchstens 20 Runden hält. Das haben sie fantastisch gelöst. Durch die vielen Reifenwechsel sehen wir wunderbare Rennen."

Türkei-GP nicht vor dem Aus

Dass er von Istanbul künftig eine doppelt so hohe Gebühr verlange und die Strecke in der Türkei deshalb vor dem Aus stehe, dementierte Ecclestone.

Zudem versicherte er, dass das Japan-Rennen am 9. Oktober sicher stattfinden werde.

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