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Seit Beginn der Saison 2008 bilden Hamilton und Kovalainen (r.) das McLaren-Fahrerduo © getty

Lewis Hamilton bricht mit dem McLaren-Tross in die finnischen Einöde auf. Norbert Haug rechnet mit mehr Motorenschäden.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Lewis Hamilton kommt einfach nicht zur Ruhe.

Nach dem Gewinn des WM-Titels blieb dem frischgebackenen Weltmeister vor lauter Party- und Presseterminen nur wenig Zeit für sich selbst.

Und nachdem McLarens Ingenieure schon länger mit Hochdruck an dem Auto für die nächste Saison werkeln, ist nun auch für die Fahrer die Vorbereitung auf die Saison 2009 in vollem Gange.

Hamilton wird in den nächsten Tagen mit seinen Teamkollegen Heikki Kovalainen, Pedro de la Rosa und Gary Paffett nach Finnland aufbrechen um dort die körperlichen Grundlagen für ein anstrengendes nächstes Jahr zu legen.

Vorfreude beim Champion

Doch nach all dem Rummel um seine Person kann er Minusgrade und anstrengendes Training in der Nähe Seinajokis leicht verschmerzen: "Die Reise zum Wintercamp in Finnland sind die besten Wochen des Jahres", so Hamilton. "Es fühlt sich an, als ob man Meilen von der Welt entfernt und völlig isoliert wäre."

Auch Kovalainen freut sich auf fünf Tage in seiner Heimat: "Wir trainieren den ganzen Tag von früh bis spät, und sehr oft auch draußen in der Kälte. Aber es macht viel Spaß und ein kleiner Bonus für mich ist es, dass alles zuhause in Finnland stattfindet", so der Siebte der Fahrerwertung.

Der Finne wird sich nach dem Trainingscamp keine große Pause gönnen, er wird sich noch im Dezember wieder hinter das Steuer klemmen und Testfahrten absolvieren. Hamilton hingegen hat andere Pläne: Er möchte vor Weihnachten möchte noch etwas Urlaub machen.

Titelrennen 2009 noch "offener"

Auf den McLaren-Mercedes für die kommende Saison habe er bereits einen Blick werfen können und auch schon eine Sitzprobe hinter sich.

Zudem hätten die Ingenieure dem Briten erklärt, was hinter den Veränderungen steckt.

"Ich habe die Tests voller Interesse verfolgt und glaube, dass die neuen Autos die WM noch offener gestalten werden", rechnet der 23-Jährige mit noch mehr Spannung.

Mehr Motorenschäden?

Mercedes-Sportchef Norbert Haug macht sich unterdessen zu Gedanken über die Zuverlässigkeit der neuen Boliden, da die F-1-Motoren zur neuen Saison drei statt bisher zwei Rennwochenenden durchhalten müssen und damit höheren Belastungen ausgesetzt sind.

"Die Motoren mussten bislang höchstens 1200 Kilometer abspulen", erläutert Haug gegenüber "auto, motor, sport". Künftig sei jedoch mit einer Sicherheitsmarge bis zu 2000 Kilometern zu rechnen.

Als Folge rechnet der 56-Jährige vor allem zu Saisonbeginn mit vermehrt auftretenden Motorenschäden.

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