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Keine Konsequenzen: BMW und Mercedes bleiben der Königsklasse treu © getty

Für das F-1-Engagement der beiden deutschen Automobilhersteller besteht keine Gefahr. Man stehe auf finanziell soliden Beinen.

München - Die deutschen Automobilhersteller BMW und Mercedes haben den Formel-1-Rückzug von Konkurrent Honda bedauert, aber zugleich klargestellt, dass für ihre Engagements in der Königsklasse keine Gefahr besteht.

"Unser Formel-1-Engagement steht auf finanziell soliden Beinen und wird zu einem Großteil von unseren Sponsorpartnern finanziert", sagte Mercedes-Sportchef Haug:

"Der Beitrag von Mercedes-Benz ist kosteneffizient gestaltet, das Medien- und Publikumsecho, das die letzte Saison und der Titelgewinn von Lewis Hamilton generierte, war ein Vielfaches dessen wert, was wir an Finanzen eingesetzt haben."

Bedauern über Honda-Ausstieg

Ähnlich äußerte sich BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger. "Wir haben die Entscheidung von Honda mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Auf das Engagement von BMW in der Formel 1 hat sie keinen Einfluss", sagte er:

"Unser Formel-1-Engagement ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Es gibt keine bessere Plattform als die Formel 1, um unsere Markenwerte zu demonstrieren. BMW nutzt das Formel-1-Projekt zudem gezielt als Technologiebeschleuniger für die Serie."

Und auch der weltgrößte Autobauer Toyota ließ am Freitag verlauten, dass man sich weiter in der Formel 1 engagieren werde, aber die Kosten senken wolle.

Positives Kosten-Nutzen-Verhältnis

Beim eigenen Formel-1-Team BMW-Sauber habe man "von Beginn an auf hohe Effizienz gesetzt und unsere Erfolge mit einem kompakten und schlagkräftigen Team errungen", sagte Draeger: "Entsprechend positiv fällt das Kosten-Nutzen-Verhältnis aus."

Auch bei Mercedes sei man über den Rückzug von Honda (Schock für die F 1: Honda macht Schluss) "sehr traurig", meinte Haug: "Dies zeigt nur, wie wichtig die von uns seit über fünf Jahren geforderten Kostensenkungsmaßnahmen sind, die bisher nur zu einem kleineren Teil umgesetzt sind."

Wichtige Aufgabe für FOTA

Die Verbesserung der finanziellen Situation (Formel 1 auf "massivem" Sparkurs) sei eine wichtige Aufgabe, die sich auch die Teamvereinigung FOTA gestellt habe: "Wir arbeiten innerhalb der FOTA intensivst an Kostensenkungsmaßnahmen und müssen dabei über die nächsten zwei Jahre eine Kürzung von mindestens 50 Prozent erreichen."

Für Draeger leisten bereits die "jetzt von der FOTA vorgeschlagenen Maßnahmen für signifikante Kostensenkungen ab der Saison 2009 einen weiteren wichtigen Beitrag."

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