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Der Brite Max Mosley ist seit 1993 Präsident der FIA © getty

Automobil-Weltverband und Teamvereinigung beraten über Sparmaßnahmen für die Formel 1. Zwei Vorschläge stehen dabei im Mittelpunkt.

München - Zwei Tage vor der Verabschiedung der künftigen Formel-1-Regeln am Freitag hat sich FIA-Präsident Max Mosley mit den neun Chefs der Teamvereinigung FOTA in Monte Carlo getroffen.

Bei dem Krisen-Gipfel soll letztmalig über Maßnahmen gegen die Finanzmisere der Königsklasse beraten werden, ehe am Freitag das Reglement verabschiedet wird.

Laut der Zeitschrift "auto, motor und sport" wollen die Teams unter dem Vorsitz von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo der FIA Vorschläge zur Bewältigung der Finanzkrise unterbreiten, die zuletzt das Honda-Team zum Rückzug bewegt hatte.

Wichtigste Bestandteile der Vorschläge sollen eine Verlängerung der Laufzeit der Motoren auf vier GP-Wochenenden und ein Testverbot ab dem Saisonstart sein.

Lauda: "Formel 1 reguliert sich"

Während der kriselnden Königsklasse der Atem stockt, sieht Altmeister Niki Lauda in der momentanen Rückentwicklung sogar etwas Gutes.

"Jetzt platzt die Blase. Die Formel 1 reguliert sich wieder zurück", schilderte der Österreicher gegenüber der "Kleinen Zeitung" seine erstaunlich positive Sichtweise.

Noch nie seien so viele Privatflugzeuge, Motorboote und Glaspaläste gekauft worden, nur um sich selbst darzustellen.

Damit sein nun Schluss: "Die Hochkonjunktur von Reichtum und Wahn ist definitiv zu Ende."

Schwierige Sponsorsuche

Schwierigkeiten sieht Lauda bei der Rückkehr zu unabhängigen Rennställen, die nach dem Turbo-Rückzug von Honda gefordert wurde.

Diese Teams seien von Sponsoren abhängig und dort gebe es derzeit Probleme: "Rennställe, die schon bisher wenige oder gar keine Sponsoren gefunden haben, werden nun erst recht keine finden."

Zweites Wurz-Comeback?

Positiv dürfte die momentane Negativentwicklung auch Laudas Landsmann Alexander Wurz sehen - obwohl er selbst als Honda-Testfahrer erheblich vom Ausstieg betroffen ist.

Genau hier liegt jedoch die Chance für ein zweites Comeback des 34-Jährigen: Wurz hat als Einziger noch einen Vertrag bis 2009 bei dem Team aus Brackley, während Jenson Button die Freigabe erhielt und Rubens Barrichello seine Karriere wohl beenden muss.

Sollte der Rennstall nun doch noch aufgekauft und weitergeführt werden, stünde der Österreicher als gute Lösung parat, während die Verpflichtung von gleich zwei neuen Fahrern so kurzfristig eher problematisch werden dürfte.

Wurz selbst wäre nicht abgeneigt. Er habe zwar keinen Rücktritt vom Rücktritt geplant, "aber wenn es sich ergibt...".

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