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Felipe Massa steht seit 2006 bei Ferrari unter Vertrag © getty

Sind die fetten Jahre für die Formel-1-Fahrer bald vorbei? Mehrere Teamchefs denken laut über Kürzungen der Millionengagen nach.

Von Tobias Schröter

München - Die Finanzkrise zwingt die Königsklasse des Motorsports zu einem radikalen Sparprogramm.

Nach Motorlaufzeiten und Testverbots kommen dabei jetzt auch die astronomischen Gagen der Fahrer auf die Tagesordnung.

Nachdem Frank Williams die Problematik in der Vorwoche bereits angeschnitten hatte, griff nun Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali das Thema auf.

"Wenn die Krise anhält, müssen alle Wege für Einsparungen geprüft werden. Ich glaube nicht, dass die Teams bereit sind, den Fahrern weiter solche Gehälter zu bezahlen", sagte Domenicali dem italienischen Magazin "Autosprint".

Problematisch aus Sicht der Arbeitgeber: Es gibt unterschriebene Verträge. Doch hier sieht der Scuderia-Teamchef kein allzu großes Hindernis: "Wir kennen die Bedingungen, aber im Leben kann alles modifiziert werden."

"Kürzungen nicht einfach"

Gut möglich also, dass die Stars des Formel-1-Zirkus bald mit weniger Geld als bisher auskommen müssen - von der damaligen 40-Millionen-Rekordgage eines Michael Schumacher ganz zu schweigen.

Apropos Schumacher: Auch der deutsche Ferrari-Held bekommt die Kürzungen bereits zu spüren, darf wohl nicht mehr für die Scuderia testen. (Ferrari spart Schumi ein )

Allzu weit werden die Gehälter aber wohl nicht sinken, wie Mercedes-Sportchef in der "Frankfurter Rundschau" erläuterte: "Über finanzielle Einbußen für Fahrer wie Lewis Hamilton wird nur intern gesprochen, aber das ist nicht einfach, da ein gewisser Marktwert vorliegt."

"Kostensenkung nicht ohne Stellenabbau"

Während bei den Fahrern also nur ein kleines Stück eines großen Kuchens abgeschnitten wird, haben andere Angestellte ernstere Folgen durch die Sparmaßnahmen zu befürchten.

"Kostensenkung geht nicht ohne Stellen zu streichen", sprach Haug Klartext.

Nur durch Arbeitsplatzabbau könne man das notwendige Ziel erreichen, das Budget im nächsten Jahr zu halbieren.

Gleichwohl würde hier nicht zuerst gekürzt. Woanders gebe es noch weiteres größeres Einsparpotenzial.

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