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DANGER! High Voltage: Der gelbe Sticker warnt vor KERS. © getty

KERS-Debatten und kein Ende: Nun zeigt sich Formel-1-Shootingstar Sebastian Vettel besorgt um die Sicherheit des Hybrid-System.

Von Peter Schmieder

München - Die Meinungen über das Energie-Rückgewinnungs-System KERS gehen weiter auseinander. Der Kostenfaktor stand bei den Diskussionen stets im Vordergrund.

Jetzt bringt Sebastian Vettel das Thema Sicherheit zurück auf die Agenda. Gegenüber "formula1.com" gestand der 21-Jährige, dass er die Sicherheit von KERS bezweifelt.

"Für das nächste Jahr mache ich mir um den Sicherheits-Aspekt des Systems die größten Gedanken."

Vettel ist besorgt. Es bemühten sich zwar alle darum, das System schneller und zuverlässiger zu machen, aber der Heppenheimer befürchtet, dass die Leute einen Aspekt unterschätzen: "Ist es sicher genug?".ad

Bereits zwei Unfälle

Bereits zwei KERS-Unfälle sind bekannt. Im Sommer wurde in der Red-Bull-Fabrik Feueralarm ausgelöst, nach dem ein KERS-Teil vor sich hinschmorte. Eine Woche später erhielt ein BMW-Mechaniker einen Stromschlag, als er die Außenhaut eines mit KERS ausgerüsteten BMW-Sauber berührte.

Ferrari und McLaren hinken hinterher

Die Sorgen von Sebastian Vettel scheinen berechtigt, auch angesichts der Tatsache, dass einige Hersteller mit der Entwicklung noch weit hinterher hinken.

Mercedes und Ferrari hatten sich wohl eher aus einem Gefühl der eigenen Schwäche für eine Verschiebung des Systems ausgesprochen.

Einsatz von unausgereifter Technik

Der Einsatz von KERS ist zwar in der nächsten Saison noch freiwillig, aber sollte KERS-Primus BMW-Sauber der Konkurrenz mit den zusätzlichen 90 Elektro-PS in Melbourne um die Ohren fahren, müssten die anderen nachziehen. Vielleicht mit unausgereiften Systemen?

"Ja, es muss schnell und zuverlässig sein", gibt Vettel zu. "Aber unter allen Umständen muss es für uns Fahrer und alle, die rund ums Auto arbeiten sicher sein." Der junge Deutsche hofft, dass die Teams diesen Aspekt nicht vergessen.

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