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Honda war 2008 mit 14 Punkten neuntbestes F-1-Team, Jenson Button steuerte nur drei dazu bei © getty

Die Übernahme des japanischen Rennstalls scheint beschlossen: Ein mexikanischer Milliardär soll den Zuschlag bekommen haben.

Von Peter Schmieder

München - Der mexikanische Milliardär Carlos Slim hat Hondas Formel-1-Team aufgekauft.

Allerdings soll sich die Kaufsumme nicht - wie zu Beginn spekuliert - um einen Dollar handeln, sondern um 160 Millionen.

Die seriöse Tagezeitung "La Stampa" aus Turin berichtet, dass sich die beiden Partein bereits in der vergangenen Woche über die Übernahme einig geworden seien. Slim wolle künftig 300 Millionen Dollar jährlich in den Rennstall stecken.

Allerdings müssten bis zur offiziellen Verkündung noch kleinere Details geklärt werden. Fest stehe jedoch: Das Team ist gerettet und Rubens Barrichello wird nicht mehr für das neue Team fahren.

Senna vor Debüt

Als zweiter Fahrer neben Jenson Button soll der Brasilianer Bruno Senna in die Saison gehen.

Zudem wäre wohl ein Großteil der 700 Arbeitsplätze im Team gesichert. Das Honda-F1-Team (Als Team ein Flop, der Motor top) stand nach dem Rückzug des japanischen Konzerns vor dem Aus.

Teamchef Ross Brawn hat aber immer wieder darauf hingewiesen, dass die Entwicklung im Team weitergeht um einen Käufer den Einstieg zu erleichtern. Die Autos für 2009 seien konkurrenzfähig. (zum Artikel: "Dann gehe ich eben angeln")

Der zweitreichste Mann der Welt

Der Mexikaner Slim gilt als zweitreichster Mann der Welt.

Er ist Gründer und Besitzer des in Mittel- und Südamerika sehr erfolgreichen Telekommunikationsunternehmens "Telmex" sowie deren Tochtergesellschaften. "Telmex" hat in Lateinamerika einen Marktanteil von 73 Prozent.

In Amerika ist Slim schon länger als Sponsor im Motorsportbereich aktiv. Über die brasilianische Beteiligung "Embratel" unterstützt Carlos Slim seit einiger Zeit auch Bruno Senna. Der profitiert nun offenbar vom Formel-1-Einstieg seines Gönners. Die Zukunft von Rubens Barrichello ist indes offen.

Wie das neue Team heißen wird steht "La Stampa" zufolge noch nicht fest. Auch ungeklärt: ob Nick Fry und Ross Brawn weiterhin die Führungsriege bilden.

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