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In Monza wurde Sebastian Vettel 2008 zum jüngsten Grand-Prix-Sieger der Formel 1 © getty

Formel-1-Shooting-Star Sebastian Vettel ist noch lange nicht am Ziel seiner Träume. Zur neuen Saison will er ganz vorne mitfahren.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Sebastian Vettel, der Shooting-Star der vergangenen Formel-1-Saison (Porträt), ist noch lange nicht satt.

Der 21-Jährige sieht die Möglichkeit, schon in naher Zukunft regelmäßig um die vorderen Plätze mitzufahren zu können.

Dabei blickt er vor allem den zur neuen Saison in Kraft tretenden Neuerungen im Regelwerk der Königsklasse positiv entgegen.

"Wegen der Regeländerungen müssen alle Fahrer und Teams von Null anfangen", sagte Vettel im Interview mit der "Welt": "Für uns ist das eine große Chance."

Vettel vorerst nicht in Rot

Dennoch hält Vettel Ferrari und McLaren weiterhin für das "Maß aller Dinge" und sähe es als Erfolg an, "die Lücke zu denen zu schließen".

Während der Saison wurde der Heppenheimer, dessen erklärter Traum der Weltmeistertitel ist, selbst mit einem Ferrari-Cockpit in Verbindung gebracht - zumindest als Testpilot.

Und er liebäugelt weiter mit einem Wechsel zu den Roten.

"Es war immer mein Ziel, eines Tages in einem Ferrari zu fahren. Aber ich setze auch auf Kontinuität, und deswegen habe ich mich für Red Bull entschieden", so Vettel.

Unterschätzter Sonnyboy?

Aussagen wie diese verwundern auf den ersten Blick: Vettel gilt als Sonnyboy, ist nie um einen Spruch verlegen.

Doch er gibt sich geerdet und zielstrebig: "Vielleicht werde ich auf den ersten Blick unterschätzt. Ich gebe zu: Manchmal kann das auch sehr nützlich sein."

Familie für Mühen entlohnt

In seiner Jugend taten die Eltern alles, um ihm eine Karriere als Rennfahrer zu ermöglichen.

Ein Umstand, dessen sich der Sohn eines Zimmermanns durchaus bewusst ist: "Bei mir war klar, dass die Familie für meine Karriere einige Opfer bringen muss, im Wesentlichen Zeit und Geld."

Diese Mühen möchte er jetzt auf seine Art zurückzahlen: "Da strengt man sich doppelt an. Da wirft man nicht alles hin, wenn es mal nicht klappt."

Harte Arbeit als Schlüssel zum Erfolg? "Ich glaube, dass das Glück mit den Tüchtigen ist", so Vettel.

Ein wenig Aberglaube muss sein

Doch ein wenig Aberglaube ist auch bei ihm im Spiel. Als Glücksbringer trägt er - auch in den Rennen - eine Christopherus-Münze mit sich herum.

Vor dem Rennen in Monza habe er zudem gebetet, dass es regnet: "Ich fahre sehr gern auf nasser Strecke", führt der jüngste Grand-Prix-Sieger der Formel 1 aus.

Vettel: "Ich habe einmal ein Formel-3-Rennen gewonnen - dagegen war Monza lächerlich. Ich saß im Auto wie in einer Badewanne. Da mussten die Mechaniker anschließend das Cockpit auspumpen."

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