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David Richards war Teamchef von Benetton und BAR-Honda © getty

Der aussichtsreichste Kandidat Dave Richards zieht sich aus dem Rennen zurück. Derweil werden neue Einsparungen beschlossen.

Von Dustin Werk

München - David Richards hat sich aus dem Rennen um die Übernahme des Formel-1-Rennstalls Honda zurückgezogen.

Nach den Spekulationen, dass der mexikanische Milliardär Carlos Sims ins Geschäft einsteigen möchte, verabschiedete sich nun mit dem Briten auch der wohl aussichtsreichste Kandidat.

"Ich habe von Anfang an klar gemacht, dass eine solche Übernahme nur dann ernsthaft in Betracht gezogen wird, wenn man konkurrenzfähig sein kann", erklärte Richards. Das ganze Projekt sei ihm angesichts der Lage auf dem Finanzmarkt zu unsicher.

Nicht der richtige Zeitpunkt

Schließlich sieht die Zukunft der Formel 1 trotz des beschlossenen Sparpakets immer noch düster aus: "Den Erfolg der Sparmaßnahmen können wir noch nicht genau abschätzen. Ich glaube kaum, dass man das vor 2010 schon einschätzen kann", prognostizierte der ehemalige F-1-Teamchef.

"Ich denke, jetzt ist noch nicht der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg gekommen", so Richards: "Ich glaube, einige Leute in der Formel 1 haben immer noch nicht begriffen, wie schwierig die Situation ist."

Weitere Maßnahmen beschlossen

Derweil beschlossen die Mitglieder der FOTA weitere Kosten senkende Maßnahmen (F1 beschließt historisches Sparpaket).

Das erklärte die Teamvereinigung am Freitag in einer Pressemitteilung. So dürfen die Teams ab sofort nur noch eingeschränkt Aerodynamiktests durchführen.

"Billig"-Getriebe ab 2010

Ab 2010 sollen zudem Niedrigpreis-Getriebe eingeführt werden. Diese sollen sechs Rennen halten und kosten die Teams pro Saison nur noch 1,5 Millionen US-Dollar.

Um die Formel 1 auch für kleinere und weniger solvente Teams attraktiv zu machen, hat die FOTA Motoren für eine Saison zum Preis von 5 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt.

Solidarität im Fall Honda

Des Weiteren einigte man sich darauf, teure Materialien zu eliminieren und die Kosten für Teile und Systeme, die keinen Leistungsunterschied bringen, zu senken.

Alle Teams bekundeten zudem ihre Unterstützung für den ehemaligen Honda-Rennstall und werden jedem Nachfolger zustimmen.

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