vergrößernverkleinern
Fernando Alonso konnte mit Renault 2005 und 2006 den Titel gewinnen © getty

Renaults neuer Formel-1-Bolide fällt bei den FIA-Tests durch. Beim französischen Rennstall gibt man sich dennoch unbesorgt.

Von Maximilian von Harsdorf

München - In einer Fernsehwerbung führen Renault-Autos ein sonderbares, blechernes Ballet auf:

Im Lauf des Spots kollidieren die Autos ein ums andere Mal - Totalschäden sucht man dennoch vergeblich.

Mit dem "sichersten Ensemble der Welt" wirbt der französische Automobilhersteller.

Was für die normalen Straßenwagen der Autoschmiede zutreffen mag, kann zumindest auf die aktuellen Formel-1-Boliden des Rennstalls nicht übertragen werden.

Durch Sicherheitstests gefallen

So fiel Renaults neuer R29 durch zwei der drei Crash-Tests, die der Automobilverband FIA vor Saisonbeginn verpflichtend vorschreibt. Beim Seit- und Frontalcrash genügte der aktuelle Bolide des zweimaligen Konstrukteurs-Weltmeisters noch nicht den Anforderungen.

Dabei will der Rennstall seinen Flitzer für die Formel-1-Saison 2009 schon am 19. Januar enthüllen, am selben Tag sollen auch erste Testfahrten stattfinden. Bis dahin sollten die Mängel behoben sein, man steht also unter Zeitdruck.

Renault bleibt ruhig

Für Renault dennoch kein Grund in Panik zu verfallen:

"Das ist überhaupt nichts Ungewöhnliches", äußerte sich eine Sprecherin zu den Vorfällen. "Wir haben das Problem identifiziert und gelöst. Wir werden das Auto am 19. Januar in Algarve testen."

In der Tat sind nicht bestandene Crash-Tests vor der Saison keine Seltenheit. Im Bestreben die Autos möglichst leicht zu konstruieren loten die Konstrukteure der Teams oftmals die Grenzen des Machbaren und Erlaubten aus.

Gutes Omen für Alonso?

Auch Fernando Alonso dürfte sich wegen der momentan auftretenden Sicherheitsmängel keine Sorgen machen: Bereits 2005, während seines ersten Engagements bei Renault, bestand sein Arbeitsgerät einen Seitcrash-Test nicht.

Das Ende vom Lied ist bekannt: Renault hatte im weiteren Saisonverlauf wenig Probleme mit dem Auto, der Spanier wurde gar Weltmeister.

Vielleicht ist der nicht bestandener Test letztlich sogar ein gutes Omen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel