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Ron Dennis ist seit 1981 Teamchef bei McLaren © getty

Eine Umfrage soll klären, ob die Fans der Formel 1 für ein neues Punktesystem offen sind. McLaren-Boss Ron Dennis ist skeptisch.

Von Jessica Pulter

München - Die Regeländerungen für die kommende Formel-1-Saison beschäftigen nicht nur die Teams, sondern auch die Fans des Rennsports.

Wie werden sich die Slick-Reifen, die geringere Drehzahl, die wenigen Testmöglichkeiten oder auch das umstrittene KERS-System durchsetzen?

Nachdem die FOTA in dieser Woche weitere Sparmaßnahmen verabschiedet hat (zum Artikel), soll die Neuorientierung der Rennserie aber noch weitergehen.

Eine weltweite Umfrage soll nun das Interesse der Fans an grundlegenden Veränderungen insbesondere zur Punkteverteilung klären.

McLaren-Boss Ron Dennis bestätigte, dass die Team-Vereinigung sich diese Auswertungen ganz genau anschauen werde.

"Unsere Stärken ausspielen"

"Uns ist bewusst, dass das Interesse der Fans, die von der Formel 1 gefesselt sind, aufrechterhalten werden muss", sagte Dennis während einer Autosport Show.

"Die Umfrage soll uns zeigen, was die Leute an der Formel 1 mögen, damit wir unsere Stärken ausspielen und unsere Schwächen ausbügeln können."

Der Schnellste startet von hinten?

Zwei Monate lang werden diese Untersuchungen stattfinden, bei denen auch Themen auftauchen, die bereits in den Diskussionen für die eingeführten Regeländerungen eine Rolle spielten.

So kommt zum Beispiel die Möglichkeit, dass es Punkte fürs Qualifying gibt und dafür die Startaufstellung umgedreht wird, wieder auf den Plan.

Oder das Medaillen-System, das F-1-Boss Bernie Ecclestone vorschlug.

Skepsis bei Dennis

Auch wenn Ron Dennis auf die Vorschläge der Fans möglichst eingehen will, steht er doch manchen Ideen skeptisch gegenüber.

"Ich bin durch und durch ein Renn-Typ", so der Brite, der nicht viel von einer umgedrehten Startaufstellung hält, nur um mehr Überholmanöver zu produzieren.

"Ich gehe gerne mit aller Macht ins Qualifying, um dort das beste Auto zu zeigen und dann im Rennen von vorne weg zu fahren."

"Den Zauber nicht zerstören"

Zudem wird die FOTA nichts übers Knie brechen. "Wir sind sehr darauf bedacht, nicht mit der DNA der Formel 1 zu spielen und damit den Zauber für die Fans zu zerstören", erklärte Dennis.

Grundlegende Änderungen sollen demnach nur mit der Unterstützung der Fans vollzogen werden. Ob diese sich für ein neues Punktesystem aussprechen, werden die kommenden Wochen zeigen.

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