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Bernie Ecclestone führt seit den siebziger Jahren die Formel 1 © getty

Bernie Ecclestone ist begeistert von dem jungen deutschen Talent. Auch einem Landsmann traut der Formel-1-Mogul eine Menge zu.

Der deutsche Aufsteiger Sebastian Vettel (15486DIASHOW: Vettel-Story - wie alles begann) ist für Formel-1-Boss Bernie Ecclestone der kommende Star der Szene. "Ich denke, dass Vettel schon 2010 Weltmeister werden kann", sagte Ecclestone.

Der Formel-1-Manager weiter: "Mit dem aktuellen Auto hat er zwar keine Chance. Aber er ist derzeit das außergewöhnlichste Talent, und ich bin sicher, dass er nach dieser Saison von einem Top-Team verpflichtet wird und ein Auto bekommt, mit dem er den Titel holen kann."

"Eine sehr gute Rolle"

Der 21 Jahre alte Vettel (Heppenheim) war am 13. September durch seinen Sieg in Monza zum jüngsten Grand-Prix-Sieger aller Zeiten avanciert (DATENCENTER: Die Toro-Rosso-Saison 2008)und nach der Saison von Toro Rosso zum Schwesterteam Red Bull gewechselt.

Ebenfalls eine hohe Meinung hat Ecclestone von Timo Glock (Wersau). "Glock spielt auch eine sehr gute Rolle. Aber ich denke, er wurde bisher unter Wert verkauft und kann noch besser werden", sagte der Brite.

Favorit Massa

Ecclestones Titelfavorit ist der Brasilianer Felipe Massa (Ferrari), dem er im Duell mit seinem britischen Landsmann Lewis Hamilton auch die Daumen drückt.

"Massa kann es schaffen, er hat es nach dem unglücklichen zweiten Platz im Vorjahr auch einfach verdient", sagte der 78-Jährige vor internationalen Medien-Vertretern: "Im Vorjahr hatte Hamilton Glück und Massa Pech. Deshalb gönne ich es Felipe diesmal. Zumal er ein wahrer Gentleman ist."

Nach Ansicht des Formel-1-Bosses hätte der Brasilianer sogar im Vorjahr schon den Titel gewinnen müssen.

Siege statt Punkte

Ecclestone will nämlich die Siege stärker gewichten, und in dieser Hinsicht lag Massa (6) 2008 vor Hamilton (5). "Wer die meisten Siege holt, soll auch Weltmeister werden. Nicht der, der die meisten Punkte holt, weil er so oft Zweiter geworden ist", meinte Ecclestone.

Er verspricht sich härtere und für die Zuschauer spannendere Kämpfe in den letzten Runden, wenn der Punkteunterschied zwischen dem Sieger (derzeit zehn Punkte) und dem Zweiten (acht) erhöht wird.

"Im Moment passiert es manchmal, dass der Zweite nicht unbedingt versucht zu gewinnen, sondern sich mit den Punkten für Platz zwei begnügt", meinte der Formel-1-Boss, der die Idee von Medaillen für Siege nicht gut findet: "Vergesst das Wort Medaillen. Gebt ihnen was auch immer. Hauptsache, die Fahrer sind heiß darauf zu gewinnen."

"Man gewöhnt sich an alles"

Mit der Optik der durch die zahlreichen Regeländerungen veränderten Autos für 2009 hat sich der mächtigste Mann der Königsklasse noch nicht wirklich angefreundet. "Ich mag die schmaleren Heckflügel nicht", erklärte Ecclestone: "Aber es ist wie in der Mode: Man gewöhnt sich an alles."

Deutliche Worte fand der Brite für den dreimaligen Weltmeister Jackie Stewart, der vor wenigen Tagen seinen Rücktritt gefordert hatte. "Ich dachte, dass man erst im hohen Alter verwirrt ist", sagte Ecclestone über den 69-Jährigen: "Bei manchen scheint es aber schon früher einzusetzen."

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