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Lewis Hamilton fährt seit zwei Jahren in der Formel 1 © getty

Der Disput um die Superlizenz-Gebühren setzt sich fort. Die Fahrer wollen eine Erhöhung nicht akzeptieren.

Von Andreas Kloo

München - Geiz ist geil - dieses Motto gilt wohl auch bei den Formel-1-Fahrern. Denn trotz ihrer teilweise üppigen Gehälter wehren sich die Piloten gegen eine Erhöhung der Superlizenz-Gebühren.

Diese Lizenz ist Voraussetzung, um in der Formel 1 an den Start gehen zu können. Schon im letzten Jahr drohten die Formel-1-Piloten vor dem Silverstone-Grand-Prix mit einem Streik.

Eine weitere Erhöhung der Gebühren wollen die Fahrer momentan nicht hinnehmen.

"Wir bitten euch erst einmal drei Wochen zu warten, bevor ihr unterschreibt oder für die Superlizenz bezahlt", heißt es laut "autosport.com" in einer E-Mail der Fahrervereinigung GPDA an alle Piloten.

Hamilton muss über 200.000 Euro zahlen

Bereits 2008 erhöhten sich die Beträge um bis zu 600 Prozent. 2009 sollen die Formel-1-Cracks für ihre Fahrerlizenz noch einmal 400 Euro mehr an Grundbetrag zahlen (insgesamt 10400 Euro).

Dazu kommen außerdem 2100 Euro pro WM-Punkt. Wer erfolgreicher ist, muss also auch mehr "blechen". Durch diese Koppelung an die WM-Punkte kann die Lizenz doch ins Geld gehen.

Holt Weltmeister Lewis Hamilton auch in diesem Jahr wieder 97 Punkte, müsste er inklusive eines Versicherungsbeitrags 218.920 Euro zahlen.

"Peanuts" für Hamilton

Allerdings werden Hamilton für 2009 Werbeeinnahmen von 100 Millionen Dollar vorhergesagt. So gesehen sind die Superlizenz-Gebühren doch eher "Peanuts" für die Nummer Eins der Königsklasse.

Ein Grund für den neuerlichen Fahrer-Protest könnte auch die aktuelle Forderung von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone sein, den Piloten die Gehälter zu kürzen. (Ecclestone fordert Salary Cap)

Gebühren dienen der Sicherheit

Vor allem haben die Gebühren auch einen ganz bestimmten Zweck, wie FIA-Boss Max Mosley erklärt: "Wir geben ein Heidengeld für die Sicherheit aus, hauptsächlich zum Wohl der Fahrer."

Dennoch sperrt sich der 68-Jährige nicht gegen eine Diskussion mit den Fahrern um die Höhe der Gebühren, aber nur unter einer Bedingung: Die Formel-1-Stars müssen Details über ihre jährlichen Einnahmen vorlegen.

Auf einem FOTA-Meeting Anfang Februar will die Fahrervereinigung ihre Bedenken gegen die neuerliche Gebührenerhöhung vortragen. Man darf gespannt sein, wie offen die Piloten dabei über ihre finanzielle Situation Auskunft geben.

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