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Bernd Mayländer pilotiert seit der Saison 2000 das Safety-Car © getty

Die Boxengasse bleibt in Zukunft auch während einer Safety-Car-Phase geöffnet. Eine neue Elektronik regelt die Geschwindigkeit.

München - Der Automobil-Weltverband FIA hat für die Formel-1-Saison 2009 die umstrittene Safety-Car-Regel abgeschafft und den Piloten einen "Tempomaten" verordnet.

Im Fall eines Safety-Car-Einsatzes kann die Boxengasse künftig geöffnet bleiben.

Den Fahrern wird über die neue Standard-Elektronik eine maximale Geschwindigkeit im Display angezeigt, mit der sie an die Box fahren dürfen. Damit soll die Sicherheit auf der Strecke gewährleistet bleiben. ad

Regel von 2006 gilt wieder

"Die Regel, die wir 2007 eingeführt haben, war schlecht", wird FIA-Renndirektor Charlie Whiting auf der Webseite des FIA zitiert: "Wir sind also zur Regel von 2006 zurückgekehrt. Der einzige Unterschied ist, dass es jetzt eine Zeit gibt, die vom Fahrer auf dem Weg zur Box nicht unterschritten werden darf."

Boxengasse bleibt offen

Damit kann es in Zukunft nicht mehr passieren, dass Fahrer, die ausgerechnet in einer Safety-Car-Phase zum Nachtanken in die Box fahren müssen, eine Durchfahrtstrafe kassieren. Eingeführt worden war die umstrittene Regel, weil es zuvor nach Unfällen zu weiteren gefährlichen Situationen gekommen war, da die Piloten mit zu hohem Tempo an die Box gefahren waren.

Elektronik regelt Geschwindigkeit

"Sobald das Saftey-Car herausfährt, wird die Standardelektronik in den Autos auf einen ,Safety-Car-Modus' umgeschaltet", erläuterte Whiting: "Die Piloten bekommen eine Meldung, bekommen die minimale Rundenzeit, und müssen das dann respektieren."

Und weiter: "Wir haben damals die Schließung der Boxengasse beschlossen, weil die Piloten immer zu schnell zur Box jagten. Das ist nun vorbei, weil sie nicht schneller sein dürfen, als es im Display angezeigt wird."

Neue Startzeiten zu Saisonbeginn

Zudem bestätigte die FIA am Dienstag die neuen Startzeiten für den Saisonauftakt in Melbourne und das zweite Rennen in Kuala Lumpur.

Beide Grand Prix beginnen in diesem Jahr erst um 17 Uhr Ortszeit, um bessere Fernsehzeiten in Europa zu ermöglichen. In Deutschland ist der Australien-GP damit um 7 Uhr morgens anstatt wie 2008 um 5.30 Uhr oder zuvor bereits um 4 Uhr zu verfolgen. Der Malaysia-GP beginnt um 10 Uhr deutscher Zeit.

Das Rennen in Singapur findet wie bei der Premiere 2008 wieder um 20.00 Uhr Ortszeit (14 Uhr MESZ) im Dunkeln statt.

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