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Wohin führt der Weg für das weiterhin auf einen Käufer wartende Ex-Honda-Team? © getty

Prodrive-Chef Richards kritisiert Zeitpunkt und Procedere des Honda-Rückzugs. Dem Team und einem Piloten drückt er die Daumen.

München - Er galt als zahlungskräftiger Kaufinteressent mit dem nötigen Know-How: Doch auch Prodrive-Chef David Richards mag das ehemaligen Honda-F-1-Team, das sich im Dezember aus der Königsklasse des Motorsports zurückgezogen hatte (), nicht aufkaufen.

Doch der Brite drückt den Japanern auf der Suche nach einem Finanzier die Daumen: "Ich hoffe wirklich, dass es eine Lösung gibt, da sich in diesem Team viele gute Leute befinden. Die sollten unbedingt Rennen bestreiten", wird er bei "Autosport.com" zitiert.

Doch eine Verkaufs-Frist, die sich Honda selbst gesetzt hatte, läuft am Monatsende ab. Allerdings relativiert eine Sprecherin gegenüber der Agentur "Reuters": "Man sollte sich nicht allzu sehr darauf versteifen, Spekulationen bezüglich eines Zeitplanes oder einer Deadline anzustellen."

"Niemals eine faire Chance" für Button

Richards setzt sich derweil für seinen Landsmann Jenson Button (Artikel: Was wird mit Button und Barrichello?) ein: "Ich bin noch immer ein großer Fan von Jenson Button. Ich glaube, dass er niemals eine faire Chance hatte, zu glänzen und sein wahres Talent zu zeigen."

Und er fügt skeptisch an: "Wenn man realistisch ist, dann wird das angesichts der aktuellen Lage eine Herkules-Aufgabe." (Artikel: Verwirrung um Honda-Übernahme)

Schrauben ohne Gewissheit

Richards kritisiert den werksseitigen Ausstieg scharf und glaubt, dass Team sei kalt erwischt worden: "Es war niemals Hondas Absicht, das Team zu verkaufen. So wie ich das verstanden habe, war das nicht Hondas Plan und auch nicht die vorherrschende Meinung."

Womöglich wäre es günstiger gewesen, Honda zunächst unter Beweis stellen zu lassen, dass der 2009er-Bolide konkurrenzfähig ist.

Nun muss in der Fabrik in Brackley geschraubt werden, ohne dass klar ist, ob der Rennwagen je zum Einsatz kommt. Zumindest käme das Team "gut voran", ließ eine Sprecherin verlauten.

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