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Fernando Alonso stand 2008 viermal auf dem Podest und wurde WM-Fünfter © getty

F-1-Zampano Bernie Ecclestone rutscht heraus, dass Renault-Pilot Fernando Alonso "eigentlich im Ferrari sitzen sollte".

München - Bei einem Gastspiel im spanischen Fernsehen ist der Populismus mit Bernie Ecclestone durchgegangen.

Der Formel-1-Boss sang im TV-Sender 'Telecinco' das Hohelied auf den Asturier Fernando Alonso.

"Fernando ist einer der weltbesten Fahrer", adelte Ecclestone den Ex-Weltmeister, um dann anzumerken: "Eigentlich sollte er in einem Ferrari sitzen."

Gerüchte über einen Vorvertrag

Was die spanischen Zuschauer wohl zu Jubelstürmen hinriss, dürfte Alonsos jetzigem Arbeitgeber die Zornesfalten auf die Stirn treiben.

Schließlich reißen Spekulationen über einen Wechsel des 27-Jährigen zu den Roten nicht ab, obwohl er bei der "Equipe jaune" einen Vertrag bis 2010 hat. (GRAFIK: Die Formel-1-Cockpits 2009)

Unlängst kochte das Gerücht hoch, Alonso habe bereits einen Vorvertrag bei Ferrari unterschrieben und solle schon 2010 überlaufen, falls Kimi Räikkönen nicht aus seiner Krise findet. (Artikel: Alonso-Deal mit Ferrari fix?)

Silber dürfte aufhorchen

Neben den Gelben dürften auch die Silbernen aufgehorcht haben: Zwar trennte sich McLaren-Mercedes 2007 nach Streitigkeiten aus freien Stücken von Alonso.

Doch dass Ecclestone für "einen der weltbesten Fahrer" nur Ferrari standesgemäß hält, nicht aber das Team, das mit Lewis Hamilton den aktuellen Weltmeister stellt, kann durchaus als Breitseite gesehen werden. (DATENCENTER: Der Rennkalendar)

Mit seiner Meinung über die letztjährigen Leistungen Alonsos steht der F-1-Zampano allerdings nicht allein da.

"Mit Abstand der Beste"

So kürte David Coulthard Alonso bei der Motorshow in Saragossa zum "mit Abstand besten Formel-1-Pilot 2008", wie die Sportzeitung "AS" den letztjährigen Red-Bull-Fahrer zitierte.

Der Schotte begründete sein Urteil mit der unverdrossenen Arbeit, die Alonso zwei Siege einbrachte, "obwohl sein Auto sicherlich nicht auf der Höhe war".

Davon habe nicht nur der französische Rennstall profitiert. "Er hat mit seinen Erfolgen den Motorsport in Spanien gewaltig vorangebracht", sagte Coulthard.

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