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Sebastian Vettel testete bereits mehrmals in Jerez © getty

KERS Co. stellen die Rennställe vor Probleme. Deshalb soll nun das Probefahrt-Verbot aufgelockert werden.

Von Tobias Schröter

München - Die Countdown-Uhr zum Saisonstart am 12. März tickt vielen Test-Teams in der Formel 1 offenbar zu schnell.

Deshalb soll das beschlossene Test-Verbot ab Rennbeginn ein wenig aufgelockert werden.

Laut der Internet-Seite "grandprix.com" kamen die Team-Verantwortlichen bereits beim letzten Termin in Jerez zusammen, um entsprechende Änderungen zu diskutieren.

Geplant ist nun ein "Übergangsjahr", in dem zusätzliche Probefahrten erlaubt sind. Die Rede ist von drei zusätzlichen Testtagen.

Zwei mögliche Gründe

Offizielle Argumentation: Durch die KERS-Einführung sei der ohnehin knappe Zeitraum zu eng geworden. Deshalb würden mehr Test-Termine benötigt, um das Boliden-Design weiterentwickeln zu können.

"KERS ist für alle neu und bisher hat es niemand so standfest hinbekommen, wie es eigentlich sein sollte. Es hat doch niemand Interesse daran, dass möglicherweise nur fünf oder sechs Autos ins Ziel kommen", wird ein hochrangiges Mitglied eines Test-Teams zitiert.

Hintergrund könnte jedoch auch sein, dass durch das Verbot viele Arbeitsplätze in den Test-Mannschaften gefährdet sind. So wurden bereits einige Versetzungen vorgenommen, Entlassungen scheinen unabwendbar.

Allgemeine Zustimmung erforderlich

Problematisch: Das Verbot wurde nicht als Dekret von oben erlassen, sondern von der Team-Vereinigung FOTA beschlossen. Daher müssten nun alle Rennställe wieder zurückrudern, was fraglich erscheint.

Den Test-Teams droht also noch die ein oder andere Nachtschicht.

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