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Fernando Alonso und Nelson Piquet jr. präsentieren den neuen R29 © getty

Der Renault-Pilot kommt bei den ersten Tests überhaupt nicht zurecht. Auch während der Saison erwartet er Schwierigkeiten.

Von Andreas Kloo

München - Der Trend bei Fernando Alonso gegen Ende der letzten Saison ging klar nach oben.

In Singapur und Japan feierte er zwei Siege hintereinander. Diesen Schwung wollte der Spanier ins neue Jahr mitnehmen und den WM-Titel in Angriff nehmen.

Doch Experteneinschätzungen zufolge hat das Renault-Team bei der Saisonvorbereitung einen Fehlstart hingelegt und hinkt schon jetzt dem anvisierten Zeitplan hinterher.

Die spanische Zeitung "AS" hatte sich über den Alonso-Boliden als das langsamste Auto im Fahrerfeld lustig gemacht und dies mit den schlechten Testergebnissen begründet - ein ungewöhnlicher Schritt für das ansonsten Alonso-euphorische Spanien.

Um den neuen R 29 56756(Die Bilder) konkurrenzfähig zu machen, sind in den nächsten Wochen einige Modifikationen notwendig.

Spätere Abreise nach Australien

Das Team hat bereits einen Notfallplan ausgearbeitet. Dieser soll laut "Motorsport-total.com" eine spätere Abreise nach Melbourne beinhalten, wo am 29. März der erste Grand Prix der Saison stattfindet. (DATENCENTER: Der Rennkalender)

Das Renault-Team will Zeit gewinnen, um zusätzliche Tests absolvieren zu können.

"Weiß nicht, ob es gut ist"

Fernando Alonso selbst kann nach den ersten Fahrten in seinem neuen Wagen noch keine genaue Aussage über dessen Leistungsfähigkeit treffen.

"Ich weiß nicht, ob es gut ist oder nicht", äußert sich der zweimalige Weltmeister bei "eurosport.yahoo.com" vage.

Auch mit einer Prognose für den WM-Verlauf tut sich der 27-Jährige schwer.

WM-Titel als Ziel

"Die Fahrer-WM ist sehr offen dieses Jahr, weil mit den neuen Regularien alles passieren und jedes Team sehr schnell sein kann. Aber normalerweise werden die Top-Teams Ferrari, BMW und McLaren um die Weltmeisterschaft kämpfen."

Doch auch Renault will in diesen Kampf eingreifen. "Unser Hauptziel ist es, die WM zu gewinnen", verkündet Alonso.

Test-Verbot und KERS als hohe Hürden

Nach den erheblichen Anlaufschwierigkeiten scheint dieses Ziel in die Ferne gerückt. Denn durch das Test-Verbot während der Saison wird es 2009 um einiges schwieriger sein, einen Rückstand gegenüber den anderen wettzumachen.

Vor allem weil während der Rennphase neue Schwierigkeiten hinzukommen könnten, wie Alonso befürchtet.

Diese könnte nach Einschätzung des Renault-Piloten das neue System KERS (Sprengstoff mit vier Buchstaben) verursachen. "Es stimmt, dass es Probleme hervorrufen kann", bekräftigt der Spanier.

Dennoch behauptet er, seine Sorgen das Energie-Rückgewinnungssystem betreffend, inzwischen los zu sein. "Unser System ist wirklich konkurrenzfähig. Es funktioniert gut, ohne Probleme", so der Asturier.

Immerhin, eine gute Nachricht in unruhigen Zeiten bei den Franzosen.

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