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Adrian Sutil fiel 2008 beim Grand Prix in China mit Motorenproblemen aus © getty

Die FIA möchte den Gürtel in der F 1 noch enger schnallen und strebt einen achtstelligen Grenzbetrag an. Toyota wettert dagegen.

London - Der Automobil-Weltverband FIA hat den Formel-1-Teams weitere Sparmaßnahmen vorgeschlagen und will damit eine drastische Reduzierung der Budgets erreichen.

"Unser Ziel ist es, die Kosten auf 50 Millionen Euro für alle herunterzufahren", sagte ein FIA-Sprecher.

In der vergangenen Saison erreichten manche Teams geschätzte Budgets von annähernd 400 Millionen Euro.

Motoren müssen länger halten

Die Gleichsetzung der Teams stößt aber keineswegs überall auf Gegenliebe. John Howett, Motorsportpräsident von Etat-Krösus Toyota, erklärte: "Ich glaube nicht, dass dann irgendein Hersteller in dem Sport bleiben wird. Ich hoffe, dass die DNA der Formel 1 beibehalten wird."

Mitte Dezember war das größte Sparpaket in der Geschichte der Formel 1 beschlossen worden. Motoren müssen künftig drei Rennwochenenden gegenüber bislang zwei halten.

Ihre Drehzahl wird zur Schonung auf 18.000 Umdrehungen heruntergeschraubt.

Kostenersparnis von rund 50 Prozent

Die Anzahl der Motoren pro Fahrer wird pro Saison auf acht beschränkt, hinzu kommen pro Team insgesamt vier für das Training.

Daraus ergibt sich eine Gesamtzahl von 20 Triebwerken gegenüber zuvor 25 und damit eine Kostenersparnis von rund 50 Prozent.

Senkung der Kosten ab 2010

Die kostenintensive Nutzung von Windkanälen soll ab Januar 2009 gesenkt werden, ebenso die Anzahl der Teammitglieder an der Rennstrecke. Ab der Saison 2010 sollen die unabhängigen Teams die Motoren für maximal fünf Millionen Euro von den Herstellern kaufen können.

Der Preis von Bauteilen für Getriebe soll pro Team bei 1,5 Millionen Euro pro Jahr liegen.

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