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Besonders auffällig an den neuen Boliden ist der breite Frontflügel © getty

Sebastian Vettels Hoffnungen erhalten einen ersten Dämpfer: Der neue RB5 macht beim Shakedown schon nach 14 Runden schlapp.

Von Julian Meißner

München/Jerez - Die Hoffnungen von Formel-1-Shootingstar Sebastian Vettel auf die angestrebten Erfolge in der neuen Saison haben einen ersten Dämpfer erhalten.

Am Montag präsentierte sein Team Red Bull Racing das Fahrzeug, das den 21-jährigen Heppenheimer 2009 zumindest das ein oder andere Mal aufs Podium bringen soll. 66010(DIASHOW: Der neue Red Bull)

"Hoffentlich wird es eine Rakete", hatte Vettel im Vorfeld gesagt.

Mit der Herrlichkeit des neuen RB5 war es jedoch schnell vorbei. Beim Shakedown im spanischen Jerez brachte es der Bolide gerade einmal auf schlappe 14 Runden.

Reine "Vorsichtsmaßnahme"

"Leider haben wir nicht erreicht, was wir uns vorgenommen hatten", so Vettel frustiert. Man habe sich natürlich eine etwas ausdauerndere Performance erhofft

"Die Temperatur des Getriebeöls stieg an. Wir konnten uns den Grund nicht erklären und stoppten deshalb", erklärte Vettel die misslungene erste Ausfahrt. Das Ganze sei eine "Vorsichtsmaßnahme" gewesen, um das Auto zu schonen. (VIDEO: Vettel stellt den RB5 vor)

Angesichts der geringen Rundenzahl wollte sich Vettel dann auch nicht zu einer ersten Analyse hinreißen lassen. "Nach 14 Runden ist das schwer zu bewerten", meinte er. "Wir waren zwar auf der Strecke, sind aber nicht den vollen Speed gegangen." (Vettel im INTERVIEW)

Newey und Horner guter Dinge

Star-Designer Adrian Newey setzt große Hoffnungen in den von ihm konstruierten Boliden, gerade aufgrund der radikalen Regeländerungen.

"Wir sehen in diesem Jahr möglicherweise die größten Regeländerungen seit etwa 20 Jahren", so der Brite: "Wir haben mit einem weißen Blatt Papier angefangen."

Speziell die beschränkte Aerodynamik lässt die kleinen Teams darauf hoffen, zu Ferrari, McLaren und Co. aufzuschließen.

Teamchef Christian Horner sagt, auf mögliche Siege in 2009 angesprochen, selbstbewusst: "Ich sehe keinen Grund, warum uns das unter den neuen Regeln nicht gelingen sollte. Zumindest im ersten Teil der Saison erwarte ich eine viel größere Streuung zwischen den Teams als in den vergangenen beiden Jahren."

Tests noch bis Freitag

Die Tests mit dem neuen RB5 dauern noch bis Freitag an, am Dienstag greift erneut Vettel ins Lenkrad. Am Mittwoch steigt auch erstmals Vettels Teamkollege Mark Webber in das neue Auto. "Ich dachte mir, die langweiligen Installationsrunden kann ich Seb überlassen", so der 32-Jährige augenzwinkernd.

Der australische Routinier hatte sich im November bei einer von ihm organisierten Wohltätigkeitsveranstaltung ein Bein gebrochen, als er mit seinem Mountainbike mit einem Auto zusammenstieß. "Für mich wird es genauso ein Test wie für das Auto", meinte Webber hinsichtlich seiner langen Verletzungspause.

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