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Sebastien Bourdais wechselte 2008 von der Champ-Car-Serie in die Formel 1 © getty

Nach seiner Vertragsverlängerung greift Bourdais in Jerez wieder voll an. Auch Sebastian Vettel setzt ein Ausrufezeichen.

Von Kristof Reitemeyer

München - Lange musste Sebastien Bourdais um seinen Platz im Toro-Rosso-Cockpit bangen.

Nun scheint der Franzose das Vertrauen des Teams rechtfertigen zu wollen.

Am dritten Tag der Testfahrten im spanischen Jerez fuhr Bourdais die Bestzeit vor Weltmeister Lewis Hamilton und Ex-Kollege Sebastian Vettel.

Für den 29-Jährigen waren es nach seiner Vertragsverlängerung bei den Italienern die ersten Test-Kilometer. In insgesamt 126 Runden erreichte Bourdais im Auto der Vorsaison eine Zeit von 1:18:493 Minuten. Damit blieb er rund zwei Sekunden vor McLaren-Pilot Lewis Hamilton.

Der Brite sorgte in 1:20:737 Minuten für die bislang schnellste Zeit in einem 2009er-Wagen.

"Es fühlt sich stark an"

Die Mercedes-Crew widmete sich am Donnerstag vor allem der Aerodynamik und dem neuen KERS-System.

Bei sonnigen Bedingungen gab sich Hamilton mit den Ergebnissen durchaus zufrieden: "Der heutige Tag gab mir die Möglichkeit den MP4-24 bei warmen und trockenen Verhältnissen zu testen."

Das Auto fühle sich stark an, ähnlich dem Auto aus dem letzten Jahr, erklärte der Weltmeister: "Ich habe auch keine Probleme, mich an die neuen Systeme im Auto zu gewöhnen."

Vettel setzt Ausrufezeichen

Sebastian Vettel musste nach einem Schaden an der Karosserie mehrere Stunden pausieren. Danach beschäftigte sich auch Red Bull vordergründig mit den aerodynamischen Details am Auto.

Die "Bullen" konnten aber trotzdem ein Ausrufezeichen setzen. Der Deutsche fuhr in 92 Runden im neuen RB5 die drittschnellste Zeit (1:20:738) und blieb damit nur eine Tausendstel-Sekunde hinter der Bestzeit von McLaren-Mercedes.

Alonso lockt Fans

Lokalmatador Fernando Alonso sorgte bei den Tests für reges Zuschauerinteresse. So fanden sich zu Testbeginn mehrere Hundert Fans an der Rennstrecke ein.

Alonso blieb im Renault zwar mit seiner Bestzeit relativ weit hinter den übrigen Teams zurück, allerdings konnte der Ex-Weltmeister seine 133 Testrunden ohne technische Mängel absolvieren.

An den Vortagen hatten wiederholte Defekte Testfahrten von Nelson Piquet unterbrochen. Dessen Bestzeit unterbot der Spanier bereits nach wenigen Runden und verkürzte damit den Abstand zu den übrigen Teams.

Als letzter Fahrer absolvierte der Japaner Kazuki Nakajima 92 Testrunden im neuen FW31 von Williams und kam auf die viertschnellste Zeit (1:20:898).

Erneuter Sandsturm in Bahrain

Bei den parallel angestetzten Testfahrten in Bahrain hat ein erneuter Sandsturm für einen Abbruch gesorgt. Ferrari, Toyota und BMW-Sauber haben damit vor dem Saisonstart einen weiteren Testtag verloren.

Nach den ersten Einführungsrunden mussten die Fahrer bei schlechter Sicht wieder zur Box zurückkehren.

Frust bei Ferrari

Ferrari zeigte sich nach dem Abbruch sichtlich enttäuscht. Ein weiterer extrem wertvoller Testtag sei verloren gegangen:

"Es gibt nur noch zwölf weitere Testtage, bevor die Saison beginnt. Wir haben einen weiteren Testtag mit Kimi für Freitag geplant, doch die Wettervorhersage ist nicht gut", erklärte das Team.

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