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Für Weltmeister Lewis Hamilton kostet Mosleys Superlizenz 270.000 Euro © getty

FIA-Präsident Max Mosley legt im Streit um die teuren Lizenzen nach: Formel-1-Piloten müssten nicht in der Rennserie bleiben.

London - FIA-Präsident Max Mosley hat im Streit mit den Formel-1-Piloten über die Gebühren für die Superlizenz den nächsten Angriff gegen die Fahrer lanciert.

Frei nach dem Motto: Wem der Formel-1-Führerschein (Superstunk um Superlizenzen) zu teuer ist, der kann ja gehen.

"Abseits der Formel 1 gibt es eine große Zahl von Rennserien und Meisterschaften, in denen ein professioneller Rennfahrer ein gutes, manchmal sehr gutes Leben führen kann", schrieb der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA in einem Brief an die Piloten, den das britische Fachmagazin "Autosport" auf seiner Webseite veröffentlichte.

Piloten sollen für Sicherheit blechen

Formel-1-Piloten seien in der Regel die mit Abstand bestbezahlten Motorsportler (Mosley beschimpft Piloten) , so dass es nur vernünftig sei, dass sie sich an den Kosten für die Sicherheit in dem Sport beteiligten, von dem sie so profitierten, meinte Mosley.

"Ein Fahrer, der eine Superlizenz nicht bezahlen will oder kann, hat viele Alternativen", meinte der Brite.

Piloten wollen nicht zahlen

Die Fahrervereinigung GDPA hatte zuletzt in einem offenen Brief an die FIA (Fahrer wehren sich) die Preiserhöhungen für den Formel-1-Führerschein als "unangemessen und unfair" bezeichnet und erklärt, dass die Piloten bis zu einer Klärung ihre Gebühren nicht bezahlen würden.

Am Mittwoch hatte die FIA aber vermeldet, dass drei Piloten gezahlt hätten, ohne Namen zu nennen.

Hamilton mit 270.000 dabei

Vor einem Jahr wurden die Superlizenz-Grundgebühren von 1690 auf 10.000 Euro angehoben, für jeden Punkt wurden 2008 statt 447 Euro in der vorherigen Saison nun 2000 Euro fällig.

In diesem Jahr sollen noch einmal die Grundgebühr auf 10.400 Euro, die Punkte-Zahlungen auf 2100 Euro ansteigen. Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) muss somit beispielsweise 270.000 Euro zahlen.

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