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"Honda - The Power of Dreams": Für Bruno Senna könnte der Traum wahr werden © getty

Angeblich kann der Start des Honda-Nachfolgers für die ersten vier Rennen dank eines Einstiegs eines Konsortiums gestemmt werden.

Von Julian Meißner

München - Britischen Medienberichten zufolge steht das ehemalige Honda-Team kurz vor der Übernahme durch ein brasilianisches Konsortium.

Wie die Tageszeitung "The Guardian" berichtet, macht sich das Team für eine Weiterführung der Formel-1-Aktivitäten (Ausstieg war nicht "Hondas Plan") bereit.

So soll Ross Brawn eine E-Mail an seine Mitarbeiter geschickt haben, in der sie dazu aufgefordert werden, sich für den Saisonauftakt in Melbourne am 29. März vorzubereiten.

Die brasilianischen Geldgeber sollen zunächst etwa 23 Millionen Euro aufbringen, damit wäre zumindest der Start bei den ersten vier Saisonrennen (Rennkalender 2009) zu stemmen. Diese finden neben Melbourne in Sepang (Malaysia), Schanghai (China) und Bahrain statt. ad

Das Konsortium steht offenbar unter der Führung des Mineralölkonzerns Petrobras und pocht auf die Einsetzung eines brasilianischen Piloten.

Senna neuer Honda-Fahrer?

Kandidaten wären zum einen Ex-Honda-Fahrer Rubens Barrichello, zum anderen Bruno Senna. Dem 25-jährigen Neffen von Formel-1-Legende Ayrton Senna werden gemeinhin die besseren Chancen auf das Cockpit neben dem gesetzten Briten Jenson Button eingeräumt.

Zumal die Sponsorengruppe ihn wohl schon zu GP2-Zeiten unterstützte.

Hilfe vom Kontrahenten

Unterstützung bekommt das ehemalige Honda-Team, dessen neuer Name noch im Dunkeln liegt, auch vom Weltmeisterteam McLaren-Mercedes: Der britisch-deutsche Rennstall soll die Motoren liefern.

"Wir haben so viel Hilfe angeboten, wie es im Interesse des Sports und der Solidargemeinschaft FOTA sein kann, damit Honda im Geschäft bleiben kann", wird McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh zitiert.

FIA-Präsident Max Mosley (Mosley: "Fahrer können zahlen oder gehen") rechnet "zu 70 Prozent" damit, dass ein Honda-Nachfolger beim Australien-Grand-Prix zwei Boliden an den Start bringt.

Und Bernie Ecclestone hat klar gemacht, dass er notfalls mit einem Vorschuss auf kommende Einnahmen aus den Töpfen der Formula One Management (FOM) aushelfen würde.

Genau dies hatte der Formel-1-Impresario schon im Fall des von der Pleite bedrohten Traditionsrennstalls Williams getan.

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