vergrößernverkleinern
Danica Patrick gewann 2008 in Motegi/Japan als erste Frau ein IndyCar-Rennen © getty

Das USF1-Team macht anscheinend Nägel mit Köpfen. Bald soll das Team offiziell vorgestellt werden. Ein Paukenschlag bahnt sich an.

Von Peter Schmieder

München - Das sich noch in der Planungsphase befindende US-amerikanische Formel-1-Team nimmt immer mehr Konturen an.

Nach Medienberichten wollen die Köpfe des USF1-Projektes Ken Anderson und Peter Windsor ihre Pläne am 24. Februar öffentlich bekannt geben.

Ab 2010 sollen die Autos im Grid stehen. Und mit den beiden Boliden könnte zum ersten Mal seit 1992 eine Frau in ein Rennen gehen.

Denn USF1-Boss Anderson hat der Agentur "AP" bestätigt, dass "Renn-Amazone" Danica Patrick einen Boliden steuern könnte.

ad

Zuletzt versuchte sich Giovanna Amati in der Formel 1. Die Italienerin schaffte es bei drei Versuchen in der Saison 1992 nicht, sich für ein Rennen zu qualifizieren.

"Danica ist großartig"

"Sie ist großartig, sie garantiert jede Menge Aufmerksamkeit seitens der Medien", sagte Anderson. Weibliche Konkurrenz für Hamilton, Alonso und Co.?

Und: Hätte die 26-Jährige eine reelle Chance? Immerhin, Patrick hat in der vergangen Saison als erste Frau ein Rennen in der IndyCar-Serie gewonnen.

Die hübsche Amerikanerin war die erst vierte Pilotin, die sich für das legendäre Indy 500 qualifizieren konnte. Im Rennen landete sie dann auf einem sensationellen vierten Platz.

Patrick: Zugpferd der Indys

Bei den IndyCars zählt Patrick mittlerweile zu arrivierten Piloten und ist immer für Top-Platzierungen gut. Zudem ist sie das absolute Zugpferd der wiedervereinigten IndyCar-Serie. Doch genau da liegt das Problem für das "All-American-Team" rund um Ken Anderson.

Denn die "schnellste Frau der Welt" kennt ihren Wert. Patrick besitzt einen mehr als gut dotierten Vertrag mit dem Indy-Team von Michael Andretti.

"Ich weiß nicht, ob sie das gerne machen würde. Aber wir würden mit ihr einen Test machen, um zu schauen wie sich die Sache weiterentwickelt, erklärt der Teamchef in Spe Ken Anderson. Bereits im vergangenen Jahr gab es Spekulation um einen geplanten Formel-1-Test mit dem Honda-Team.

Abschreckende Beispiele

Denn bisher haben sich die Indy- bzw ChampCar-Piloten in der Formel 1 meist nicht mit Ruhm bekleckern können.

Patricks jetziger Teamchef kann ein Lied davon singen. Andretti scheiterte 1993 kläglich bei McLaren und wurde zu Saisonmitte bereits wieder über den Atlantik geschickt.

"Die Formel 1 war mein größter Fehler", gestand der Amerikaner damals. Juan-Pablo Montoya, Alessandro Zanardi und Sebastien Bourdais, die Liste von enttäuschenden "US-Piloten" ist lang.

Scott Speed die Nummer 2?

Neben Patrick ist Scott Speed der zweite Kandidat für das noch zu gründende Team. Speed hat bereits Formel-1-Erfahrung. 2006 und 2007 fuhr der Amerikaner für die Scuderia Toro Rosso.

Doch der Amerikaner konnte sich ebenso wie die oben genannten Protagonisten nicht durchsetzen. Allerdings fuhr Speed voher keine Indy-Cars sondern genoss die "europäische Schule".

Patrick und Speed: Ins Konzept des "All American Teams" würde die Paarung passen, fahrerisch gibt es jedoch noch ein Paar Fragezeichen. (DATENCENTER: Der Rennkalender)

zum Forum - jetzt mitdiskutieren!zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel