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Von wegen Energie-Rückgewinnung: KERS zwang Räikkönen zum Dauerstopp © getty

Kimi Räikkönen fährt in Bahrain der Konkurrenz davon. Doch das KERS des Ferrari sorgt für eine unfreiwillige Pause.

Von Peter Schmieder

München - Sonnenschein und Temperaturen weit über zwanzig Grad: Die drei Teams, die es zum Testen in die arabische Wüste verschlagen hat, wurden für die verlorene Zeit in der letzten Woche entschädigt.

Ein Sandsturm hatte den Testbetrieb auf dem Bahrain International Circuit lahm gelegt.

Ferraris Kimi Räikkönen fuhr am Dienstag zum wiederholten Male der anwesenden Konkurrenz davon.

Der Finne erzielte in 1:32.102 Minuten die Tagesbestzeit. Trotzdem verlief der Testtag für den schnellen Finnen nicht ganz reibungslos.

Probleme mit dem Kühlkreislauf des KERS-System zwangen den Weltmeister von 2007 zu einer dreistündigen Zwangspause.

Trulli übergibt an Glock

Für Jarno Trulli sind die sonnigen, teilweise stürmischen, aber immer warmen Testtage erst einmal vorbei. Ab Mittwoch wird Timo Glock die Tests weiterführen.

An seinem letzten Arbeitstag in Bahrain fuhr Trulli mit 1:32.230 Minuten die zweitbeste Zeit. In 149 Runden standen diesmal Arbeiten am Reifen- und Aufhängungs-Setup im Vordergrund.

Toyota zufrieden

"Die Zuverlässigkeit des TF109 ist beeindruckend, dadurch konnte wir die Sessions voll ausnutzen", sagte Toyota-Technik-Chef Pascal Vasselon. Auch Trulli war zufrieden mit der Performance des Toyota.

"Ich bin über 2000 km in drei Tagen gefahren und ich fühle mich sehr wohl in dem Auto. Wir sind konkurrenzfähig. Aber bis zum Start in Melbourne ist noch Zeit, in der allen anderen Teams ein großer Schritt gelingen kann. Wir müssen weiter pushen."

Heidfeld übernimmt für Klien

Für BMW-Sauber hat Stammpilot Nick Heidfeld die Arbeit von Testfahrer Christian Klien übernommen.

"Ich bin den neuen BMW-Sauber zum ersten Mal bei warmem Wetter gefahren, das Wichtigste für mich war es, die grundsätzliche Balance des Autos zu verstehen", so "Quick Nick".

Zeiten spielten dabei keine Rolle, demzufolge landete Heidfeld mit 1:32.585 Minuten hinter Räikkönen und Trulli.

Heidfeld: "Ich verstehe jetzt, wie das Auto auf Änderungen reagiert. Alles in allem war es ein guter Tag."

Zwischenfall mit Feuerlöscher

Ein Erlebnis der unfreiwilligen Art musste Heidfeld dennoch erfahren.

Ein Defekt in der Bordelektronik brachte seinen BMW plötzlich zum Stehen und löste das automatische Feuerlöschsystem aus. Zu diesem Zeitpunkt saß Heidfeld noch im Cockpit und geriet so in das "Schaumbad".

Bis zur vollständigen Reinigung seines Autos musste der Mönchengladbacher die Tests unterbrechen.

Die Tests in Bahrain laufen noch bis zum Donnerstag. In Barcelona werden ab Mittwoch Renault und Williams auf die Piste zurückkehren.

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