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Luca di Montezemolo (l.) ist seit 1991 Geschäftsführer bei Ferrari © getty

Die Formel 1 kämpft nicht nur gegen die Krise, sondern auch um ihre Zukunft. Am 5. März kommen die Teams zu Wort.

London - Die Formel-1-Teamvereinigung FOTA wird am 5. März in Genf ihre Pläne für die Zukunft der Königsklasse des Rennsports (Rennkalender 2009) vorlegen.

Dies kündigte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo am Mittwoch an.

Bei der Vorstellung des Papiers sollen alle Teamchefs anwesend sein.

"Diese Pläne sind das Ergebnis von Treffen in den vergangenen Wochen und Monaten und haben ein Ziel: Sie sollen die Formel 1 für die Zuschauer, die Fans vor den Fernsehern und die Internetnutzer wirtschaftlich zukunftsfähig, umweltfreundlich und preislich attraktiv machen", erklärte di Montezemolo in dem FOTA-Schreiben. ad

Erst sparen, dann fahren

Angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise kämpft der Automobil-Weltverband FIA mit Präsident Max Mosley an der Spitze um eine effektive Kostenreduzierung.

Nach dem Rückzug von Honda (Honda bringt Virgin Group ins Spiel) und dem Absprung einiger Sponsoren strebt Mosley eine freiwillige Etatkürzung der Teams an.

Einige Maßnahmen zur Kostensenkung sind bereits beschlossen worden. Motoren müssen künftig drei Rennwochenenden gegenüber bislang zwei halten.

Ihre Drehzahl wird zur Schonung auf 18.000 Umdrehungen heruntergeschraubt.

Die Anzahl der Motoren pro Fahrer wird pro Saison auf acht beschränkt, hinzu kommen pro Team insgesamt vier für das Training. Daraus ergibt sich eine Gesamtzahl von 20 Triebwerken gegenüber zuvor 25.

Außerdem sind Testfahrten ab diesem Jahr nur noch an Grand-Prix-Wochenenden erlaubt.

Personaleinsparungen an der Strecke

Die kostenintensive Nutzung von Windkanälen wurde seit Januar reduziert, ebenso die Anzahl der Teammitglieder an der Rennstrecke.

Ab 2010 sollen die unabhängigen Teams die Motoren für maximal fünf Millionen Euro von den Herstellern kaufen können.

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