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Norbert Haug arbeitet seit 1990 als Motorsport-Chef für die Daimler-Benz AG © getty

Mercedes-Sportchef Norbert Haug sehnt sich nach einem deutschen Star in Silber und erkennt Ähnlichkeiten zwischen Schumi und Vettel.

Berlin - Nach den WM-Titeln mit dem Finnen Mika Häkkinen und dem Briten Lewis Hamilton wünscht sich Mercedes-Sportchef Norbert Haug endlich auch einen neuen deutschen Star im Silberpfeil. (DATENCENTER: Ergebnisse)

"Was nicht ist, kann ja noch werden. Unser Wunsch und Ziel ist es, in drei bis vier Jahren einen deutschen Top-Fahrer im McLaren-Mercedes zu sehen", sagte Haug der "Bild".

Im vorigen Jahr hatte es nach Aussage des Schwaben zwar Gespräche mit Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) und dem damaligen Toro-Rosso-Fahrer Sebastian Vettel (Heppenheim) gegeben.

Den Platz neben McLaren-Ziehkind Hamilton durfte für die Saison 2009 dennoch der Finne Heikki Kovalainen behalten.

Vettel hat es Haug angetan

"Wir sind im Moment sehr, sehr glücklich mit unseren Piloten, wir haben ein sehr starke Paarung", sagte Haug, der einräumte, dass die Vertragssituation von Rosberg und Vettel so klar war, "dass es keine Möglichkeiten gab".

Besonders Shooting-Star Vettel, der 2008 in Monza im unterlegenen Toro Rosso sensationell zum jüngsten GP-Sieger der Formel-1-Geschichte avancierte und 2009 jetzt für Red Bull fahren wird, scheint es Haug angetan zu haben. (DATENCENTER: Der Rennkalender)

"Ich halte ihn für einen sehr authentischen und jetzt schon sehr, sehr starken Fahrer. Er vereint Talent und Arbeitswillen wie nur ganz wenige", sagte er.

Vergleich mit Schumacher

Vettel lerne unglaublich schnell, was Haug zu einem großen Vergleich animiert.

"Michael Schumacher war da sicher ähnlich", sagte der Mercedes-Sportchef, der Vettel 2009 mit seinem neuen Team mit auf der Rechnung hat: "Ich traue auch Red Bull schon in diesem Jahr eine Menge zu, die sind gesund gewachsen. Sebastian wird bereits in dieser Saison zu guten Ergebnissen in der Lage sein."

"Aufmerksamkeit wäre riesig"

Sollte der 21-Jährige, der seine ersten Runden in der Formel 1 2007 in Indianapolis bei BMW-Sauber drehte, irgendwann einmal im Silberpfeil sitzen und als deutscher Fahrer den WM-Titel für die Stuttgarter holen, wäre das Haug recht.

"Die Aufmerksamkeit, die wir im Erfolgsfall noch zusätzlich bekämen, wäre sicherlich riesig", meinte Haug: "Wir sehen ja jetzt auch, was in England wegen Lewis Hamilton los ist."

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