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Richard Bransonn sorgte unter anderem mit gewagten Ballonfahrten für Aufsehen © getty

Virgin-Boss Branson bestätigt das Interesse am japanischen Rennstall. Doch drei Dinge liegen dem Milliardär auf dem Herzen.

München - Multi-Milliardär Richard Branson hat sich erstmals zum Übernahme-Interesse seiner Virgin-Group am Honda-Rennstall geäußert.

Zunächst wollte der exzentrische Geschäftsmann gegenüber dem britischen Rundfunksender "BBC" wohl nur ein kurzes Statement geben und weitere Nachfragen abwimmeln.

"Selbst wenn wir drauf und dran wären, Honda zu übernehmen, wäre da bestimmt eine Klausel, die besagen würde, dass ich nicht darüber sprechen darf", fasste sich Branson kurz.

Formel 1 muss grüner werden

Dann konnte sich der Virgin-Boss aber doch nicht zurückhalten und erklärte ausführlich die Bedingungen für eine eventuelle Übernahme.

"Ich liebe die Formel 1, doch einige Aspekte müssten erst beachtet werden, bevor wir einsteigen", so Branson.

"Wir müssten sicher sein, dass Bernie Ecclestone am Ruder ist, dass es sich für die Teams rechnet und dass die Formel 1 auf dem Weg in Richtung grüne Technologien ist. Im Moment ist sie nicht sonderlich grün", nannte er gleich mehrere wichtige Anforderungen.

"Eine attraktive Variante"

Wenig später machte Branson den Japanern aber noch einmal Hoffnung: "Es würde schon Spaß machen. Wenn die von mir genannten Voraussetzungen erfüllt werden, dann bekommen wir vielleicht etwas auf die Beine gestellt. Virgin macht oft Sachen, die andere nicht machen."

Als Werbeträger sei die Formel 1 jedenfalls hervorragend geeignet.

"Die Formel 1 ist in Regionen wie Indien und China und im Fernen Osten sehr populär, auch in vielen europäischen Ländern. Angesichts der Expansion der Marke Virgin auf globaler Basis wäre ein Engagement sicher eine attraktive Variante", signalisierte der Brite Interesse.

Ecclestone bestätigt Kontakt

Dass Kontakte zwischen Branson und Honda bestehen hatte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone am Donnerstag verkündet: "Ich habe mit Richard Bransons Leuten darüber gesprochen. Er würde es gerne machen."

Tags zuvor hatte Honda erklärt, mehrere Interessenten, darunter auch die Virgin Group von Branson, an der Hand zu haben (Honda bringt Virgin Group ins Spiel) .

Andere Namen wollte der japanische Automobil-Hersteller nicht nennen, allerdings würden angesichts des Zeitdrucks intensive Gespräche geführt.

Branson kennt Formel 1

Multimilliardär Branson ist in der Formel 1 kein Unbekannter: 2002 unterstützte Virgin das Jordan-Team, seit einigen Jahren wird Takuma Sato gesponsert.

Zudem schreibt Eddie Irvine für die Virgin-Group eine Formel-1-Kolumne.

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