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Bernie Ecclestone besitzt etwa 25% der Fimenanteile der "FOM" © getty

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bietet einem Duo 100 Millionen Pfund zur Honda-Übernahme an. Doch die beiden lehnen ab.

London - Formel1-Boss Bernie Ecclestone wollte den japanischen Honda-Rennstall aus eigener Tasche retten.

Wie am Wochenende bekannt wurde, hatte der Engländer Generaldirektor Nick Fry und Teamchef Ross Brawn ein so genanntes Management-Buy-Out-Angebot gemacht und 100 Millionen britische Pfund (112,5 Millionen Euro) für den Erwerb der Mehrheit des Eigentümer-Kapitals geboten. Er sei allerdings abgeblitzt.

"Ich habe versucht, ihnen damit zu helfen. Es war ein sehr gutes Angebot. Ich hatte ihnen völlige Sicherheit geboten, aber sie wollten ihren eigenen Weg gehen. Jetzt können wir nur beten und hoffen", sagte Ecclestone in einem Interview mit der News of the World.

Honda unter Zeitdruck

Honda hatte am Wochenende erklärt, mehrere Interessenten, darunter auch die Virgin Group von Milliardär Richard Branson, an der Hand zu haben.

Andere Namen wollte der japanische Automobil-Hersteller nicht nennen, allerdings würden angesichts des Zeitdrucks intensive Gespräche geführt.

Honda hofft, rechtzeitig vor dem Start der WM-Saison am 29. März in Melbourne einen Käufer für das Team zu finden.

"Ich liebe die Formel1"

Branson (Branson stellt harte Bedingunen) meldete sich nun erstmals zu Wort und "kann sich ein Formel-1-Engagement vorstellen".

Unklar ließ der Chef der Virgin Group allerdings, ob bereits entsprechende Verhandlungen stattfinden.

"Wenn wir verhandeln würden, gäbe es von Hondas Seite sicher eine Klausel, den Stand der Gespräche geheim zu halten. Deshalb gibt es jetzt von mir kein kategorisches Ja oder Nein. Aber ich liebe die Formel1, doch einige Aspekte müssten erst beachtet werden, bevor wir in die Formel 1 einsteigen", sagte Branson.

Branson stellt Bedingungen

Der 58-jährige Brite investiert unter anderen in erneuerbare Energien und sieht diesem Weg auch als Voraussetzung für einen Einstieg in die Formel-1-WM.

Der zweite entscheidende Punkt sei die finanzielle Seite: "Die Kosten für den Unterhalt eines Formel-1-Teams sind astronomisch hoch. Es muss für uns profitabel sein."

Dass Kontakte zwischen Branson und Honda bestehen, hatte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone am Donnerstag verkündet: "Ich habe mit Richard Bransons Leuten darüber gesprochen. Er würde es gerne machen."

Kaum Handlungsspielraum für Honda

Für Honda gebe es ohnehin nur drei Möglichkeiten: "Entweder sie akzeptieren ein Management-Buy-Out, verkaufen an Branson oder machen den Laden zu."

Der Konzern hatte Anfang Dezember 2008 als Reaktion auf die Wirtschaftskrise den sofortigen Ausstieg aus der Königsklasse bekannt gegeben.

Erstmals war Honda 1964 in der Formel 1 engagiert

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