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Rubens Barrichello fuhr 2008 für Honda elf Punkte ein © getty

Die Zukunft von Hondas Formel-1-Team bleibt weiter ungewiss, denn die Suche nach einem Käufer ist schwieriger als erwartet.

Tokio - Dem japanischen Automobilhersteller Honda läuft auf der Suche nach einem Käufer für sein Formel-1-Team die Zeit davon.

"Es gibt verschiedene Angebote für den Rennstall, aber wir haben bis jetzt noch keinen ernsthaften Käufer gesehen", sagte der im Juni scheidende Honda-Präsident Takeo Fukui.

"Der Verkaufsprozess stellt sich als schwierig dar." Die neue Saison beginnt am 29. März in Melbourne.

Arbeitsplätze in Gefahr

Rund 700 Arbeitsplätze sind nach dem werksseitigen Ausstieg von Honda wegen der weltweiten Finanzkrise in Gefahr.

Auch die beiden Formel-1-Piloten Jenson Button (Großbritannien) und Bruno Senna (Brasilien) stehen gut einen Monat vor dem Saisonauftakt auf der Straße.

Sogar die einstigen Rivalen der Rennbahn drücken die Daumen, dass Honda die Kurve kriegt. "Es wäre sowohl wichtig für das Team als auch für die Formel 1, dass der Rennstall seine Finanzierung sichern kann", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Im Falle eines Scheiterns wären in Australien nur neun Teams mit insgesamt 18 Autos am Start.

Konkurrenzfähige Motoren von Mercedes

Sollten sich bei Honda die Räder weiterdrehen und Mercedes die finanzielle Garantie erhalten, könnten die Stuttgarter das Team laut Haug mit "konkurrenzfähigen Motoren versorgen".

Der Mercedes-Boss ist jedenfalls optimistisch: "Es sieht so aus, als ob das Team um Ross Brawn und Nick Fry einen kompetenten Job gemacht hat, es hat dazu ja auch nie an Ressourcen gemangelt."

Interessenten sind da

Noch am Wochenende hatten sich zwei Kaufinteressenten für Honda zu Wort gemeldet. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gab allerdings an, mit seinem so genannten Management-Buy-Out-Angebot für den Erwerb der Mehrheit des Eigentümer-Kapitals bei den Japanern abgeblitzt zu sein (zum Artikel).

Zudem hatte der britische Milliardär Richard Branson Interesse bekundet (Branson stellt harte Bedingunen).

Keine Sponsorengelder

Honda hatte Anfang Dezember 2008 als Reaktion auf die Wirtschaftskrise den sofortigen Ausstieg aus der Königsklasse bekannt gegeben.

In der vergangenen Saison musste der Konzern wegen fehlender Sponsorengelder rund 300 Millionen Dollar aus eigener Tasche ins Team stecken, ohne dass dabei ein großer Erfolg raussprang.

Erstmals war Honda 1964 in der Formel 1 engagiert.

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