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Tony Teixeira (l., mit Ecclestone) ist seit 2003 Boss der A1GP-Serie © getty

Mit Regierungsgeldern im Rücken will A1GP-Boss Teixeira den Sprung in die Formel 1 schaffen. Ihm schwebt ein Nationalteam vor.

Von Jessica Pulter

München - Tony Teixeira macht weiter große Schritte in Richtung Formel 1. Der Boss der Rennserie A1GP will nach zwei vergeblichen Versuchen nun mit seiner neuen Rennstrecke an der portugiesischen Algarve und Regierungsgeldern den Sprung in die Königsklasse schaffen.

"Die Formel 1 ist der motorsportliche Gipfel", erklärte Teixeira "motorsport-total", dem eine portugiesische Nationalmannschaft vorschwebt, an der der Staat 40 Prozent der Anteile hält.

Doch für die finanzielle Unterstützung muss Teixeira Bedingungen erfüllen.

Langfristige Planung

"Es müssen neue Arbeitsplätze entstehen, es muss Technologietransfer stattfinden, es muss kulturellen Wert haben und es muss touristisch attraktiv sein", sagte Teixeira weiter.

Dann könnten 2011 oder 2012 die ersten Formel-1-Boliden auf der Strecke kreiseln.

Neues technisches Zentrum

In Portimao entstand ein 47.000 Quadrameter großes Areal, dass Teixeira mittelfristig ausbauen will, um zuerst ein technisches Zentrum für die A1GP-Serie zu schaffen. Später sollen dort dann auch F-1-Boliden vom Stapel gehen.

Dieses Zentrum ist wichtig für einen Einstieg in die Formel 1, denn mit dem kommenden Verbot von Kundenautos muss Teixeira vorweisen, dass er ein unabhängiger Fahrzeughersteller ist.

Zwei gescheiterte Versuche

Daran scheiterte auch einer seiner beiden Versuche, schon vorher Fuß in der Königsklasse zu fassen.

Teixeira hatte Interesse an Toro Rosso, die weiterhin mit einem Ferrari-Motor fahren sollten. Doch mit einem reinen Kundenauto sah die Zukunft aufgrund der veränderten Regularien düster aus.

Bei seinem Versuch, vor ein paar Jahren das Spyker-Team zu kaufen, wurde auf Drängen von Bernie Ecclestone Vijay Mallya der Vorzug gegeben.

Vorreiter für Team Portugal

Die Idee eines Nationalteams in der Formel 1 ist zudem nicht neu. Bereits in den 70er Jahren gab es einen brasilianischen Rennstall um Emerson Fittipaldi.

Derzeit versuchen die US-Amerikaner das USF1-Team auf die Beine zu stellen, dass bereits 2010 an Rennen teilnehmen soll.

Klärung der Finanzen

Die erste Entscheidung, ob Teixeira mit seinem Vorhaben überhaupt eine Chance hat, fällt bereits in den kommenden Tagen.

Dann soll die zentrale Entwicklungsgesellschaft in Portugal (PIN) entscheiden, ob Fördergelder ausgeschüttet werden. Anschließend muss aber noch die Europäische Union zustimmen.

Zumindest hinter der Bedingung, ein Fahrzeughersteller zu sein, kann Teixeira aber einen Haken machen, denn die A1GP-Rennautos für seine eigene Serie gelten trotz Ferrari-Motor als Eigenkonstruktionen.

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