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Ross Brawn (54) stieg 2006 bei Ferrari aus und 2007 bei Honda ein © getty

Englischen Medienberichten zufolge ist die Zukunft des ehemaligen Honda-Teams gesichert. Demnach soll Ross Brawn auch das neue Team anführen.

Von Julian Meißner

München - Das Zittern um das zehnte Team hat offenbar ein Ende.

Englischen Medienberichten zufolge ist die Zukunft des ehemaligen Honda-Teams gesichert.

Die "Times" berichtet, die Beteiligten hätten sich am Donnerstagabend geeinigt.

Demzufolge soll das Team, dessen neuer Name noch nicht feststeht, schon kommende Woche im englischen Silverstone zu einem ersten Test ausrollen.

Brawn führt das Team an

Nach den Quellen der Zeitung soll Ross Brawn an der Spitze des Managements stehen, dass die Übernahme in die Wege leitet.

Der als "Superhirn" der Königsklasse gefeierte Brite fungierte zuletzt als Honda-Teamchef und war früher Technischer Direktor bei Ferrari.

Weitere Teilhaber sollen der Honda-Konzern, Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und weitere Sponsoren sein.

Button ist gesetzt

Was die Piloten betrifft, ist der Brite Jenson Button offenbar gesetzt. Auch sein bisheriger Honda-Partner, der brasilianische Routinier Rubens Barrichello, dürfte ein Cockpit sicher haben.

Das Design des Boliden ist unbekannt. Klar scheint dagegen, dass das Chassis auf den Honda-Entwicklungen fußt und der Motor von Mercedes-Benz geliefert wird.

Nach dem Shakedown in Silverstone sollen ab dem 9. März dann offizielle Tests im spanischen Jerez stattfinden - exakt 20 Tage vor dem Saisonstart in Melbourne (DATENCENTER: Der Rennkalender).

Brasilianer aus dem Rennen?

Noch nicht ganz vom Tisch scheint das Engagement einer brasilianischen Sponsorengruppe, die Bruno Senna ins Cockpit hieven will.

Der Neffe von Formel-1-Legende Ayrton Senna wurde 2008 Vizemeister der GP2-Serie, dem Sprungbrett in die Könogsklasse, und könnte Barrichellos Platz einnehmen.

Spekulationen ohne Ende

Zuletzt hatte es immer wieder neue Spekulationen über eine mögliche Übernahme des Teams gegeben (Kein "ernsthafter Käufer").

Der Versuch Ecclestones, das Team mit Mitteln aus eigener Tasche zu retten, war gescheitert (Ecclestone blitzt ab).

Richard Bransons Virgin Group (Branson stellt harte Bedingungen) ist nun anscheinend endgültig aus dem Rennen.

Rückzug im Dezember

Honda hatte Anfang Dezember 2008 seinen Rückzug aus der Formel 1 erklärt.

Das Werksteam war zuvor über Jahre hinweg trotz enormen finanziellen Aufwands hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

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