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2004 fuhr Timo Glock gleich in seinem ersten Formel-1-Rennen in die Punkte © getty

Der Test-Tag in Jerez gehörte Toyota-Pilot Timo Glock. Der Deutsche fuhr Tagesbestzeit und kam zu "produktiven" Erkenntnissen.

Von David Lemmer

München - Wäre der Regen am Vormittag nicht gewesen, wäre der Dienstag für Timo Glock ein Test-Tag nach Maß gewesen.

Wie schon am Vortag gab es in der Früh am Circuito Permanente de Jerez in Jerez de la Frontera, Spanien, ein paar Schauer.

Doch gegen Mittag wurde es sonniger und damit die Bedingungen für Bestzeiten besser.

Toyota nutzte mit Timo Glock den Tag für eine Renn- und Qualifying-Simulation im neuen TF109, die auf den insgesamt 142 Runden in der zweiten Tagesbestzeit für den Lindenfelser mit 1:19,814 Minuten gipfelten.

Felipe Massa, der im Ferrari erneut über 135 Runden eine sehr konstante Performance auf den Asphalt brachte, hängte Glock mit 0,424 Sekunden (Massa will ein schnelles Ende) ab. ad

Die drittbeste Zeit des Tages fuhr Fernando Alonso. Der Renault-Pilot zog 152 Runde und brauchte in seiner besten Runde 0,482 Sek. länger, um die Ziellinie zu überqueren.

Alle drei Piloten erreichten ihre Bestzeiten am Nachmittag, an dem die getrocknete Strecke zum Highspeed einlud. Noch am Morgen verabschiedete sich der Felipe Massa vor den Augen von Michael Schumacher von der feuchten Strecke.

Sutil mit geringster Testdistanz

Hinter den drei Tagesbesten rangierte Mercedes-Pilot (Mercedes plant langfristig) Heikki Kovalainen mit einem Rückstand von 0,721 Sekunden.

Auf seinen 85 Testrunden wurde der Finne erneut mit einer Flüssigkeit auf dem Chassis gesichtet, dass die Verläufe der Luftströme nachvollziehen lassen soll.

Mit nur 63 Runden war Adrian Sutil Force-India-Mercedes VJM02 74383(die Bilder) ein vergleichsweise kurzer Gast auf der Strecke. Umso beachtlicher waren daher seine lediglich 86 Tausendstelsekunden Rückstand auf Kovalainen.

Auf den Plätzen sechs bis acht schlossen Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,207 Sek./98 Runden), Kubica und Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,598 Sek. /125 Runden) den Dienstag in Jerez ab (Der Rennkalender 2009).

"Ein produktiver Tag"

Genau eine Woche vor seinem 27. Geburtstag zeigte sich Timo Glock am Ende des Tages sehr zufrieden: "Das war ein sehr produktiver Tag". Glock fügte an: Wir haben eine Menge Meilen geschafft in diesen beiden Tagen und machen einen hilfreichen Fortschritt".

Sogar dem Regen am Morgen konnte er Vorteile abgewinnen: "es war nützlich, um herauszufinden, wann wir die Reifen wechseln müssen".

Trulli übernimmt

Auch Toyotas Senior General Manager Chassis, Pacal Vasselon, zog ein ungetrübtes Fazit: "Wir sind genau zum richtigen Zeitpunkt von Regenreifen zu Slicks gewechselt und Timo kam ohne größere Schwierigkeit durch".

Dass man ohne Komplikationen die trockene Strecke nutzen konnte, brachte für den Rennstall auch den Vorzug mit sich, intensiv Boxenstopps zu proben und Einstellungsarbeiten am TF109 55103(die Bilder) vorzunehmen. Für die nächsten beiden Tagen soll nun Glocks Kollege Jarno Trulli übernehmen.

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