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Den vorerst letzten Frankreich-GP entschied Ferrari-Pilot Felipe Massa für sich © getty

Nach dem Magny-Cours-Aus soll für eine neunstellige Summe ein neuer Kurs entstehen. Der entspricht nicht Ecclestones Wünschen.

Paris - Nach dem Aus für Magny-Cours und der kompletten Streichung des Frankreich-GP aus dem Formel-1-Kalender hat sich die "Grande Nation" auf eine neue Rennstrecke für die Königsklasse geeinigt.

Am Donnerstag wurde offiziell das Projekt Flins-Les Mureaux vorgestellt, das rund 40 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Paris den Neubau einer 4,5 Kilometer langen Rennstrecke vorsieht.

Auf dem Kurs, den der französische Streckenbauer Jean-Michel Wilmotte mit dem britischen Architektenbüro Apex entworfen hat, könnte 2011 wieder ein Grand Prix stattfinden, wenn Formel-1-Boss Bernie Ecclestone grünes Licht gibt. (Jetzt neu: Das große Formel-1-Quiz)

Gegen Ecclestones Wünsche

Ecclestone hatte schon 2007 das Aus für die ungeliebte Strecke im Provinzstädtchen Magny-Cours verkündet, war dann mit seinem PS-Zirkus 2008 aber doch noch einmal dorthin zurückgekehrt.

Für 2009 fiel Frankreich dann aus dem Rennkalender. Ecclestone hatte mit einem Stadtrennen in Paris oder im Euro-Disney geliebäugelt. (Der Rennkalender 2009)

Neunstellige Baukosten erwartet

Insgesamt hatten sich die Betreiber von sechs verschiedenen Projekten Hoffnungen auf die Formel 1 gemacht und ihre Pläne dem französischen Automobilsport-Verband FFSA vorgestellt. Jetzt ist offenbar in einer Endauswahl zwischen fünf Kandidaten eine Entscheidung gefallen.

Die neue Anlage, die 120.000 Zuschauern Platz bieten soll, bietet neben der Strecke mit einer einen Kilometer langen Zielgeraden ein ganzjährig nutzbares Konferenz-Zentrum und liegt nah an einer Autobahn und einer TGV-Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke.

Die Kosten für den Bau sollen 112 Millionen Euro betragen . Unter anderem hatte sich auch Frankreichs Premierminister Francois Fillon für die Strecke stark gemacht.

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