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Rubens Barrichello hat mit 268 F-1-Rennen so viele wie kein anderer gefahren © getty

Rubens Barrichello feiert den Brawn-GP-Boliden und macht eine Ansage. Dass er so ein "Mörderauto" gefahren habe, sei lange her.

Barcelona - Die Formel-1-Konkurrenz verneigt sich vor dem Brawn-Mercedes, und selbst Rubens Barrichello gerät ins Schwärmen.

"Ich glaube, dass wir die Überraschung des Jahres werden", sagte Michael Schumachers früherer Ferrari-Teamkollege der offiziellen Webseite der F1, nachdem er am letzten der vier Formel-1-Testtage in Barcelona in einer Solo-Show die Rivalen düpiert hatte.

In 1:18,926 war der Brasilianer als einziger Fahrer unter 1:19 Minuten geblieben und hatte damit alle geschockt. (NEWS: Brawn-Show geht weiter)

Massa zieht seinen Hut

"Vor Barcelona hatten wir eines der schnellsten Autos. Jetzt sind wir immer noch konkurrenzfähig, aber nur hinter Brawn. So eine Zeit hätte niemand hinbekommen. Brawn ist viel schneller als alle anderen", erklärte Ferrari-Pilot Felipe Massa und zog symbolisch seinen Hut vor dem Team, das erst in letzter Sekunde sein Überleben gesichert hatte.

"Superhirn" Ross Brawn, im Zeitraum von 1993 bis 2004 bei Benetton und Ferrari an allen sieben WM-Titeln von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher beteiligt, kaufte als vorheriger Teamchef "seinen" alten Honda-Renstall.

Mercedes erklärte sich bereit, die Motoren an das neue Brawn GP Formula One Team zu liefern. (Jetzt neu: Das große Formel-1-Quiz)

McLaren-Aufschwung "kann dauern"

Nach dem einzigen Showdown vor der WM-Saison 2009 steht die Formel 1 kopf: Das Weltmeisterteam McLaren-Mercedes ist vor dem Saisonauftakt am 29. März in Melbourne alles andere als siegfähig. (Silberpfeile in verkehrter Welt)

"Wir haben noch viel Arbeit vor uns und müssen unser technisches Paket deutlich verbessern. Dieser Prozess benötigt Zeit - er kann bis zum Beginn der Europasaison dauern, vielleicht sogar länger", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. (McLaren setzt auf KERS)

Nichts zu tun habe die aktuelle Schwäche mit dem Abschied von Ron Dennis als McLaren-Teamchef. "Auf keinen Fall", sagt Haug.

Es läuft - mit jeder Benzinmenge

Zweiter Brawn-GP-Fahrer neben Barrichello ist der Brite Jenson Button, der am Vortag auf dem Circuit de Catalunya ebenfalls rund eine Sekunde vor dem schnellsten Konkurrenten gelegen hatte.

Rubens Barrichello wusste, wem der Dank gebührt. "Das Team hat hier an den vier Tagen einen fantastischen Job gemacht. Unser Auto ist aerodynamisch sehr stark. Es harmoniert gut mit dem Motor, was Leistung und Fahrbarkeit angeht. Es läuft mit viel Benzin gut, mit wenig Benzin - eigentlich mit allen Benzinmengen. "

Wie 2003 mit den Roten

"Ich bin im Moment wirklich sehr glücklich", sagte der 36-Jährige, der bei der Besetzung der Cockpits aufgrund seiner Erfahrung den Vorzug vor seinem jungen Landsmann Bruno Senna erhalten hatte.

Mit den vier Tagen von Barcelona im Kopf will es Barrichello nun wissen. Der neunmalige Grand-Prix-Sieger erklärte nahezu euphorisch: "Ich habe auf so eine Zeit schon ewig gewartet - genau genommen seit meinem Wechsel 2006 zu Honda -, auf ein Auto, mit dem ich so ein gutes Gefühl habe."

Das sei zuletzt 2003 bei Ferrari gewesen. "Das war ein Mörderauto", so Barrichello.

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