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Fernando Alonso gewann 2005 und 2006 den WM-Titel © imago

Bei Testfahrten kommt der Spanier von der Strecke ab und zerlegt seinen Renault. Brawn-GP ist erneut nicht zu schlagen.

Jerez - Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hat einen Unfall bei Testfahrten auf dem andalusischen Kurs in Jerez unbeschadet überstanden.

Der Spanier kam in der extrem gefährlichen Kurve 8 in seiner ersten schnellen Runde von der Strecke ab und prallte mit seinem neuen Renault R29 in die Reifenstapel.

Der Weltmeister von 2005 und 2006 überstand den harten Aufprall ohne Blessuren, im Gegensatz zu seinem Auto.

Die Mechaniker mussten sich vor allem um den zerstörten Frontflügel kümmern.

Brawn-GP erneut mit Bestzeit

Für Alonso und Renault war es ein neuerlicher Rückschlag im Kampf um die optimale Vorbereitung auf den Saisonstart am 29. März in Melbourne (Der Rennkalender 2009).

Einsam an der Spitze zog am Sonntag erneut der Brawn-GP-Bolide von Rubens Barrichello seine Runden. Der Brasilianer fuhr in 1:19,236 Minuten Bestzeit.

Alonso erreichte in 1:19,895 Minuten Platz zwei vor Williams Testpilot Nico Hülkenberg (1:20,013).

"Drei oder vier Teams sind einen Schritt weiter als wir", sagte Alonso, "die Zeiten von Ferrari, Brawn oder auch BMW liegen außerhalb unserer Reichweite."

"McLaren ist zurückgefallen"

Sein ehemaliges Team McLaren-Mercedes um Titelverteidiger Lewis Hamilton hat Alonso im Moment nicht auf der Rechnung (Silberpfeile in verkehrter Welt).

"Sie haben an manchen Tagen gar keine Fortschritte gemacht und sind daher zurückgefallen", so der 27-Jährige.

"Es läuft nicht besonders gut für sie, aber das muss im Moment noch nichts bedeuten." Sie hätten die Ressourcen, um während der Saison wieder aufzuschließen.

Alonso staunt über Brawn

Mit einer umgekehrten Tendenz rechnet Alonso bei Brawn-Mercedes.

Das Überraschungsteam mit Rubens Barrichello legte auch in Jerez wieder die schnellsten Runden hin (Barrichello schwärmt über "Mörderauto").

"Dass sie bei den ersten Tests so schnell sind, ist aber nicht normal", so Alonso, "die Wahrheit ist, dass sie ein Auto haben, an dem Honda schon seit 2007 arbeitet. Das kann man am Design erkennen, denn es ist ein im Detail sehr ausgereiftes Auto, das anders aussieht als die anderen."

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