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Motorsportdirektor Mario Theissen steht mit BMW vor seiner vierten Saison © getty

Der BMW-Motorsportdirektor will das winterliche Wetthungern eindämmen und warnt, "die F-1 dürfte nicht zu einer Jockey-Liga ausarten".

München - BMW Motorsport-Direktor Mario Theissen hat sich nach der Einführung des Hybridsystems KERS für eine Erhöhung des Mindestgewichts von Formel-1-Autos ausgesprochen (KERS: Teams kapitulieren).

"Damit die Formel 1 nicht zu einer Jockey-Liga ausartet, plädieren wir für eine Erhöhung des Mindestgewichts in Zukunft", sagte Theissen in einem von seinem Team veröffentlichten Interview.

Bisher schreibt das Reglement ein Fahrzeug-Mindestgewicht von 605 Kilogramm inklusive Fahrer vor.

Das vor allem von BMW befürwortete KER-System bringt dem Fahrer für 6,6 Sekunden pro Runde 82 zusätzliche PS, aber auch zusätzliches Gewicht ins Auto.

Deshalb haben manche Fahrer wie BMW-Pilot Robert Kubica (Polen) vor der Saison noch einmal abgespeckt und eine Diskussion über Magerwahn in der Formel 1 ausgelöst (Magerwahn im Cockpit).

"KERS-Einsatz steht nichts mehr im Wege"

Ob BMW bereits beim Saisonstart am 29. März in Melbourne auf das freiwillige KERS zurückgreift, lässt Theissen noch offen.

"Wir haben das KERS zur Rennreife entwickelt. Einem Einsatz steht also diesbezüglich nichts mehr im Wege."

Theissen ergänzte aber: "Nun gilt es abzuwägen: Auf der Positivseite ist die zusätzliche Leistung, auf der Negativseite stehen das Gewicht des Systems mit seiner Auswirkung auf die Gewichtsverteilung des Autos sowie der Reifenverschleiß. Wir werden von Strecke zu Strecke und von Fahrer zu Fahrer entscheiden." (Jetzt neu: Das große Formel-1-Quiz)

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