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Jean Todt begann seine Rennsport-Karriere im Rallye-Team von Peugeot © getty

Mit Jean Todt verlässt einer der sympathischsten Figuren der Formel 1 die Rennserie. Vergessen wird man ihn bei Ferrari nie.

Maranello - Die Ära Jean Todt bei Ferrari ist endgültig beendet.

Auf Wunsch des kleinen Franzosen entließ Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo am Dienstag auf der Aktionärsversammlung den langjährigen Sportchef und Generaldirektor aus seinen letzten Funktionen als Mitglied des Aufsichtsrates und Berater.

"Jean Todt war eine der führenden Persönlichkeiten in der Ferrari-Geschichte der letzten 15 Jahre", sagte Montezemolo.

"All diese Jahre, die wir zusammen verbracht haben, mit Siegen und schwierigen Zeiten, haben ein Band zwischen Jean Todt und Ferrari geflochten, das niemals durchtrennt wird." ad

Der 63 Jahre alte Todt war nach einer Karriere als Rallye-Beifahrer zunächst Sportchef bei Peugeot, bevor er 1993 in gleicher Funktion zu Ferrari nach Maranello kam.

Schumis enger Vertrauter

Er baute um den technischen Direktor Ross Brawn und Ausnahmepilot Michael Schumacher das Dream Team der Scuderia auf, mit dem der Kerpener fünfmal in Folge Weltmeister (Regel-Revolution: Siege entscheiden die WM) wurde und das von 1999 bis 2004 sechsmal in Folge den Konstrukteurstitel gewann.

Ende 2007 gab Todt, der von Oktober 2006 bis zu seinem freiwilligen Rückzug ins Privatleben im März 2008 auch Generaldirektor und Geschäftsführer des gesamten Ferrari-Konzerns war, die Leitung des Rennteams an Stefano Dominicali ab (Jetzt neu: Das große Formel-1-Quiz).

"Persönlicher Respekt" für Todt

Montezemolo bedankte sich bei Todt für seine Arbeit und seine Leidenschaft, durch die sich der Franzose mit dem Spitznamen Napoleon "meinen persönlichen Respekt, den des Unternehmens und der Fans des springenden Pferdes" erworben habe.

"Ich wünsche ihm das Beste für seine Zukunft, die hoffentlich persönlich und beruflich sehr erfolgreich sein wird", sagte der Ferrari-Chef.

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