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"Auch Punkte sind drin": Force Indias Duo Adrian Sutil (l.) und Giancarlo Fisichella © getty

Die neuen Mercedes-Motoren machen Force-India-Pilot Adrian Sutil Hoffnung. 2009 will er die letzte Reihe hinter sich lassen.

München - Mit Mercedes-Power will Adrian Sutil ein paar Sternstunden in der Formel 1 erleben.

"Es gibt jetzt keine Ausreden mehr", sagt der 26-Jährige. Sein Arbeitgeber Force India möchte das Feld mit Motoren aus Stuttgart von hinten aufrollen (Rennkalender und Kurse).

"Ich hoffe auf eine Saison ohne Probleme, den Anschluss ans Mittelfeld und auf eine Chance, Punkte zu sammeln. Das würde dem Team helfen und auch meine Karriere voranbringen", sagt Sutil vor dem WM-Auftakt am 29. März in Melbourne 80690(DIASHOW: Der Check zur neuen Saison) .

18 Rennen, null Punkte

Als einziger Rennstall ging Force India 2008 komplett leer aus: 18 Rennen, null Punkte. "Es ist schrecklich schwierig, immer in der letzten Reihe zu stehen, wenn man weiß, dass man es eigentlich viel besser kann", meint Sutil.

Dass das Team des indischen Milliardärs Vijay Mallya nun mit Mercedes-Motoren fährt, macht Sutil Hoffnung: "Alle sind sehr euphorisch, und irgendwie ist die ganze Atmosphäre viel professioneller als im vergangenen Jahr."

Sutil hat sich aber nie entmutigen lassen. Auch in den bitteren Stunden des Misserfolgs versuchte er stets, die positiven Seiten des Rennfahrerlebens zu sehen. "Manchmal wache ich morgens auf und bin einfach nur glücklich", sagt der Außenseiter: "Ich fahre in der besten Rennserie der Welt. Es gibt 20 Autos - und die sind sehr begehrt."

"Will zeigen, was ich kann"

Sutil liebt eher die leisen Töne. Er ist kein Selbstdarsteller, keiner, der großspurig Ankündigungen macht, sondern einer, der die Situation realistisch einschätzt.

Deshalb weiß der Hobby-Pianist, dass er auch mit dem Mercedes-Motor im Heck im Konzert der Großen nicht die erste Geige spielen wird. Das Bauchgefühl sei zumindest gut, sagt Sutil: "Im Vorjahr hatte ich sehr viel Pech. Ich will endlich zeigen, was ich kann."

Für Sutil ist es das dritte Jahr als Stammpilot in der Formel 1. Und noch immer sagt er, dass er in der Lernphase sei.

Zukunft bei Force India

Sein Ziel Nummer eins ist es, den eigenen Teamkollegen zu schlagen. Giancarlo Fisichella sei ein sehr erfahrener und immer noch schneller Fahrer, der den Spaß und die Motivation an der Formel 1 noch lange nicht verloren habe, meint Sutil: "Es wird sicher nicht leicht, ihn zu besiegen."

Mittelfristig sieht Sutil seine Zukunft bei Force India, obwohl er wie jeder andere Fahrer vom besten Auto träumt: "Zurzeit fühle ich mich sehr wohl und bin froh, in der Formel 1 zu sein." Sutil weiß, dass er sich nur über seine Leistung für höhere Aufgaben empfehlen kann.

"Sutil fährt aufs Podium"

"Wenn der Wagen so wie erhofft richtig gut sein sollte, sind auch Punkte drin", sagt das deutsche Schlusslicht der vergangenen Saison.

Seine Lieblings-Schlagzeile hat er jedenfalls schon vor Augen: "Adrian Sutil fährt in Monaco aufs Podium." 2008 war er bereits ganz nah dran, doch dann wurde er im Fürstentum von Weltmeister Kimi Räikkönen abgeschossen.

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