vergrößernverkleinern
Lewis Hamilton gewann bei 35 Starts neun Grands Prix © getty

Sind die Silberpfeile so schwach wie sie vorgeben? Bernie Ecclestone glaubt nicht daran, setzt aber auf ein anderes Team.

Von Julian Meißner

München - Die Form des Weltmeisterteams McLaren-Mercedes gibt kurz vor Saisonstart weiter Rätsel auf.

Bei den Tests fuhren die Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen der Konkurrenz hinterher.

Und aus der Schwäche des MP4-24 machte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug auch keinen Hehl (Silberpfeile unter Schock).

Doch Formel-1-Strippenzieher Bernie Ecclestone glaubt an einen Bluff im Lager der Silbernen 55649(DIASHOW: Silber speckt ab - MP4-24).

"Nein, auf keinen Fall", antwortete der 78-Jährige im "Sunday Telegraph" auf die Frage, ob er McLaren in Nöten sähe. Ecclestone: "Ich glaube, wir werden in Melbourne feststellen, dass sie doch wieder sehr konkurrenzfähig sind."

Hackordnung ungewiss

Nach den massiven Aerodynamik-Beschränkungen herrscht allgemein großes Rätselraten über die Hackordnung unter den Teams.

Weltmeister Hamilton ist trotz aller Probleme optimistisch: "Ich habe volles Vertrauen in mein Team", sagte der 24-Jährige: "Mein Plan ist es, in Melbourne vorne in der Startaufstellung zu stehen."

Der "Welt am Sonntag" sagte der Brite: "Im Moment liegt unser Auto etwas hinter den anderen zurück, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns im Laufe des Jahres steigern werden."

Er glaube allerdings, so Hamilton, dass es 2009 noch enger zugehen werde als im Jahr zuvor. "Womöglich gibt es auch mehr verschiedene Sieger als 2008."

Sein knapper WM-Erfolg in der Vorsaison habe ihn mental gefestigt. "Ich weiß nun, wie Erfolg in der Formel 1 möglich ist, dass ich der Beste sein kann."

"Taktikfuchs" Ecclestone

Ist die Schwäche der Silbernen also nur vorgetäuscht? Ecclestone zumindest glaubt an Psychospielchen.

Der Brite, der es vom Gebrauchtwagenhändler zum Multimillionär brachte, sagt: "Seien wir ehrlich: Es gibt überhaupt keinen Grund, warum sie zeigen sollten, wie schnell sie wirklich sind."

Was kann Brawn wirklich?

Anders gelagert sei der Fall bei den Shooting Stars von Brawn GP (Brawns D-Formel sorgt für Wirbel).

Das Honda-Nachfolgeteam war nach langem Überlebenskampf der etablierten Konkurrenz bei den Tests regelrecht um die Ohren gefahren (Barrichello: "Ein Mörderauto").

Ecclestones Einschätzung, deren Wahrheitsgehalt sich am kommenden Wochenende in Australien zeigen wird, lautet: "Die bluffen nicht."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel