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Mosley und die FIA stießen bereits mit der Änderung der Punkteregelung auf Widerstand © getty

Im Streit um die Gebühren für die Superlizenzen erringt die Fahrervereinigung GDPA gegen den Weltverband einen Erfolg.

London - Nach der Teamvereinigung FOTA (FIA verschiebt Regeländerung) hat auch die Fahrervereinigung der Formel 1 (GDPA) im Machtkampf mit dem Automobil-Weltverband FIA einen Erfolg errungen.

Wie die FIA nach einem Treffen mit GPDA-Vertretern erklärte, sei sie bereit, die umstrittenen Beträge für die Superlizenz wieder zu reduzieren.

Der Weltverband erklärte das erneute Einknicken damit, dass in der nächsten Saison in zahlreichen Punkten Kosten gesenkt werden.

Die FOTA hatte am Freitag mit einem einstimmigen Protest gegen die FIA eine Verschiebung der Einführung des neuen Wertungssystems erzielt.

Rückschlag für Mosley

Noch vor sechs Wochen hatte FIA-Präsident Max Mosley den Formel-1-Piloten gedroht, wer die erhöhten Gebühren für die Superlizenz nicht zahlen wolle, könne sich eine andere Motorsportserie suchen.

Formel-1-Piloten seien in der Regel die mit Abstand bestbezahlten Motorsportler, so dass es nur vernünftig sei, dass sie sich an den Kosten für die Sicherheit in dem Sport beteiligten, von dem sie so profitierten, meinte Mosley.

"Unangemessen und unfair"

Die Fahrervereinigung GDPA hatte in einem offenen Brief an die FIA die Preiserhöhungen für den Formel-1-Führerschein als "unangemessen und unfair" bezeichnet und erklärt, dass die Piloten bis zu einer Klärung ihre Gebühren nicht bezahlen würden (Stille Post und Seitenhiebe).

Vor einem Jahr wurden die Superlizenz-Grundgebühren von 1.690 auf 10.000 Euro angehoben, für jeden Punkt wurden 2008 statt 447 Euro in der vorherigen Saison 2000 Euro fällig.

In diesem Jahr soll die Grundgebühr auf 10.400 Euro, die Punkte-Zahlung auf 2.100 Euro ansteigen.

Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) hätte somit beispielsweise 270.000 Euro zahlen müssen.

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