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Timo Glock folgte im Jahr 2008 bei Toyota auf Ralf Schumacher © getty

Ewiggestrige deutsche Fans haben den Toyota-Pilot und auch dessen Familie wegen des Titelgewinns von Lewis Hamilton bedroht.

Darmstadt - Timo Glock ist wegen seiner unfreiwilligen Rolle im WM-Triumph von Lewis Hamilton ins Visier einiger Ewiggestriger geraten.

"Ganz schlimm waren die Reaktionen von vielen deutschen Fans. Es gibt scheinbar doch sehr viele rassistische Leute, die nicht toll fanden, dass Hamilton Weltmeister wurde", sagte der Toyota-Pilot in einem Interview mit dem "Darmstädter Echo".

Neben persönlichen Drohungen sei auch seine Familie ins Visier genommen worden, meinte Glock.

"Wir wissen, wo deine Eltern wohnen", sei eine der Reaktionen gewesen.

Wohnortwechsel kein Thema

Dennoch ist es für den 27-Jährigen kein Thema, Deutschland den Rücken zu kehren und wie viele Kollegen nach Monte Carlo oder in die Schweiz zu ziehen.

"Nein, da muss schon noch mehr passieren", erklärte Glock, der eine Wohnung in Köln nahe dem Toyota-Teamsitz hat.

Beim letzten Rennen 2008 in Sao Paulo war Glock, der trotz des einsetzenden Platzregens auf Trockenreifen geblieben war, erst wenige hundert Meter vor dem Ziel von Hamilton überholt worden.

Der dunkelhäutige Brite war dadurch noch Fünfter geworden und hatte somit dem Brasilianer Felipe Massa noch den WM-Titel entrissen (Alle Termine, alle Strecken 2009).

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