vergrößernverkleinern
Kimi Räikkönen liegt in der laufenden WM auf Rang zwei © getty

Weltmeister Kimi Räikkönen kontert im Freitagstraining zum Europa-GP kurz vor Schluss eine Attacke des spanischen Lokalmatadors.

Von Manuel Krons

München - Im Freien Training zum Großen Preis von Europa (Sa., 13.45 Uhr Quali LIVE) hat Kimi Räikkönen in letzter Sekunde zurückgeschlagen.

Der Weltmeister sicherte sich kurz vor Ende der zweiten Session in 1:39,477 Minuten die Tagesbestzeit und verhinderte somit den Triumph von Lokalmatador Fernando Alonso beim Formel-1-Debüt im Yacht-Hafen von Valencia.

Der Spanier hatte kurz zuvor - offenbar mit wenig Sprit an Bord - eine Show-Runde gedreht und dabei die Bestmarke von 1:39,497 Minuten vorgelegt.

Für Alonso kam es doppelt dick: Denn der Renault-Pilot wurde zusätzlich mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro bestraft, da er die durchgezogene Linie vor der Boxengasseneingahrt unerlaubt gekreuzt hatte.

Rot macht einen guten Eindruck

Räikkönens später Konter untermauerte jedoch den guten Eindruck der Scuderia, zu dem auch Teamkollege Felipe Massa mit schnellen Rundenzeiten beitrug.

Der Brasilianer belegte Platz vier (1:39,678) hinter Honda-Pilot Jenson Button (1:39,546), der ebenfalls vor Ende des Trainings mit einem leeren Tank zu einer schnellen Runde aufgebrochen war und am Ende Position drei behauptete.

"Zeiten sind gut und stark"

WM-Leader Lewis Hamilton wurde im McLaren-Mercedes lediglich Fünfter (1:39,712), sein Teamkollege Heikki Kovalainen belegte Platz sechs.

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zeigte sich dennoch optimistisch: "Ich weiß unsere Zeiten zu bewerten und die sind gut und stark", sagte er angesichts von rund zwei Zehnteln Rückstand auf Räikkönens Bestzeit.

Starker Glock

Einen überzeugenden Auftritt zeigte Toyota-Pilot Timo Glock, der hinter den Silberpfeilen als bester Deutscher Platz sieben belegte (1:39,967) und damit an seine starke Leistung beim Ungarn-Grand-Prix vor drei Wochen anknüpfte.

Landsmann Nick Heidfeld machte als Schlusslicht des deutschen Quintetts erneut einen enttäuschenden Endruck. Der BMW-Pilot landete auf Rang 18 (1:41,084) und damit zehn Plätze hinter seinem Stallkollegen Robert Kubica.

Vettel wird Zehnter

Sebastian Vettel aus Heppenheim belegte im Toro-Rosso-Ferrari Platz zehn, Nico Rosberg (12, Williams) und Adrian Sutil (17, Force-India) verpassten wie Heidfeld die Top-Ten.

Vor dem zwölften von 18 WM-Läufen am Sonntag führt Hamilton in der Gesamtwertung mit 62 Punkten und fünf Zählern Vorsprung vor Titelverteidiger Räikkönen.

Massa folgt mit 54 Punkten auf Rang drei vor den beiden BMW-Piloten Kubica (49) und Heidfeld (41).

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel