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Sebastian Vettel kollidierte in der 56. Runde auf Platz zwei liegend mit Robert Kubica © getty

Der Red-Bull-Pilot übt nach dem Crash mit Robert Kubica Selbstkritik. Nick Heidfeld trauert. Die Stimmen zum Saisonstart.

Zusammengestellt von Rainer Nachtwey

München/Melbourne - Sebastian Vettel fuhr noch auf drei Rädern um den Albert-Park-Kurs, da hatte er seinen Fehler bereits bemerkt.

"Es tut mir leid, ich bin ein Idiot", entschuldigte sich der Red-Bull-Pilot bei seinen Mechanikern.

Durch seinen Unfall mit BMW-Pilot Robert Kubica drei Runden vor Schluss warf der deutsche Hoffnungsträger einen Podestplatz weg. (zum Rennbericht)

Laut BMW-Motorsportchef Dr. Mario Theissen brachte Vettel den Polen sogar um den Sieg.

Der Gewinner lobt unterdessen seinen Chef. "Vielen Dank, das Auto war perfekt. Ross, Du bist eine Legende", sagte Jenson Button.

Sport1.de hat die Stimmen zum Australien-Grand-Prix.

Sebastian Vettel (Red Bull):

"Das war ein dämlicher Unfall mit Robert. In dem Moment, wo ich in die Kurve einbiege, war ich vorne. Aber ich konnte die Geschwindigkeit nicht mitnehmen und Robert war mit der harten Reifenmischung weitaus schneller unterwegs. Als wir kollidiert sind, war er dann vorne, aber ich hatte keinen Platz zum Ausweichen.

Ob ich ihn das nächste Mal vorbei lasse? Vielleicht winke ich ihn vorbei. Nein, man will kämpfen und seinen Platz verteidigen. Aber vielleicht hätte ich mich mit Rang drei begnügen sollen."

Dr. Mario Theissen (BMW-Sportdirektor)

"Das war für beide Fahrer schon sehr enttäuschend. Andererseits sind wir zuversichtlich, dass Robert das Rennen gewonnen hätte, denn er hat mit den harten Reifen enorm aufgeholt. Beide Fahrzeuge vor ihm hatten große Probleme mit der weichen Mischung. Er ist pro Runde zwei Sekunden schneller gefahren. Sebastian hat eine Podiumsplatzierung verloren und beide Teams wichtige Punkte.

Wir sind sehr glücklich mit unserer Leistung. Es zeigt, dass das Auto mit den harten Reifen sehr schnell ist und wir gute Aussichten für die kommenden Rennen haben.

Die Brawns haben eine sensationelle Performance hingelegt, aber auch sie hatten Probleme mit der weichen Reifenmischung."

Nick Heidfeld (BMW-Sauber):

"Das Ergebnis heute ist extrem enttäuschend für mich. In der Anbremszone vor der ersten Kurve habe ich mich eigentlich recht sicher gefühlt. Aber dann hat es plötzlich 'Bumm' gemacht. Ich habe an der Box neue Reifen und einen neuen Frontflügel geholt, aber der Schaden war erheblich größer und das Auto nachher kaum noch zu fahren.

Ich denke, das KERS hat mir wenigstens etwas geholfen, mit dem langsamen Auto meine Position zu verteidigen. Aber am Ende ist das nicht viel wert, wen interessiert es schon, ob man Elfter oder 13. wird."

Nico Rosberg (Williams-Toyota):

"Ich habe in der dritten Kurve die Tür offen gelassen und dadurch einige Plätze verloren. Dann kamen die Probleme bei einem ersten Boxenstopp.

Zudem war es mit den kalten Reifen nach dem Restart sehr schwer zu fahren und die weiche Reifenmischung hat zu schnell abgebaut. Am Schluss konnte ich nicht mehr zulegen.

Mit den zwei Punkten (durch die Zurückstufung des Drittplatzierten Jarno Trullis sind es drei, Anm. d. Red.) können wir gut leben.

Kazuki Nakajima (Williams-Toyota):

"Das war ein schwerer Einschlag. Ich bin zu wild über die Kerbs. Dadurch wurde das Auto instabil und ich habe die Kontrolle verloren. Mir geht es soweit gut, aber der Ausfall tut weh!"

Rubens Barrichello (Brawn GP):

"Nach dem ungünstigen Start habe ich nie damit gerechnet, dass ich noch auf das Podium fahre. Beim Start habe ich hinten einen rein bekommen, vorne ist mir wer dagegen gefahren. Mit Rang zwei habe ich wirklich nicht mehr gerechnet."

Ross Brawn (Teamchef Brawn GP):

"Das ist ein Märchen, ein ganz besonderer Sieg. Die erste Safety-Car-Phase war nicht optimal für uns wir haben deshalb unseren Vorsprung eingebüßt. Aber ansonsten ist es ein wunderbarer Tag."

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