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Timo Glock gab beim Kanada-GP 2004 im Jordan sein Debüt in der Formel 1 © getty

Timo Glock ist verwirrt: Erst einige Zeit nach Rennende teilt man dem Toyota-Pilot seine Platzierung mit. Die Stimmen zum Malaysia-GP.

Zusammengestellt von Rainer Nachtwey

München - Eigentlich hätte sich Timo Glock über das Ergebnis freuen müssen.

Beim Großen Preis von Malaysia belegte der Toyota-Pilot den dritten Platz und stand zum zweiten Mal in seiner Formel-1-Karriere auf dem Podest.

Doch der Rennabbruch in der 33. Runde zerstörte Glocks Traum vom ersten Sieg (RENNBERICHT: Button siegt nach Rennabbruch).

"Ich bin alles andere als froh über den Abbruch", sagte der 27-Jährige, "wir hätten es ganz nach vorne schaffen können."

Erst in Führung, dann Zweiter und plötzlich Dritter

Aber es kam noch besser.

Als er auf das Podium schritt, erfuhr er, dass der Stand der 31. Rennrunde, der letzten kompletten Runde vor der Safety-Car-Phase, gewertet wurde.

Und da lag er hinter Nick Heidfeld.

"Die Safety-Car-Phase war sehr verwirrend: Ich dachte, ich wäre Erster, dann war auf einmal Jenson vorne. Beim Abbruch war ich Zweiter. Plötzlich hieß es, ich sei Dritter", sagte Glock.

Sport1.de hat weitere Stimmen zum Malaysia-GP zusammengestellt.

Jenson Button (Brawn GP, Sieger):

Ein verrücktes Rennen! Ich hatte einen schlechten Start. Das Auto hat stark übersteuert, weil die Reifen nicht auf Temperatur waren. Deshalb hat es mir nichts ausgemacht, als es anfing, zu regnen. Die Reifenwahl war dann allerdings schwierig.

Nick Heidfeld (BMW-Sauber, 2. Platz):

Als sich abzeichnete, dass es regnen würde, haben wir meinen Boxenstopp um sieben Runden vorgezogen und uns gleich für richtige Regenreifen entschieden. Aber die waren schnell hinüber, weil der erwartet starke Regen nicht kam. Die Reifen fühlten sich bald an wie Slicks. In dieser Phase wären Intermediates viel schneller gewesen. Als es schließlich goss, war es die einzig richtige Entscheidung, das Rennen abzubrechen.

Timo Glock (Toyota, 3. Platz):

Mit den Intermediates haben wir einiges riskiert, das hat sich gelohnt. Ich habe gesehen, dass es noch dauert, bis der heftige Regen einsetzt. Die anderen haben sich ihre Regenreifen kaputt gemacht. Hinter dem Safety-Car war es verwirrend: Ich dachte, ich wäre Erster, dann war auf einmal Jenson vorne. Beim Abbruch war ich Zweiter, plötzlich hieß es ich bin Dritter. Hoffentlich bin ich es auch am Ende des Tages noch...

Sebastian Vettel (Red Bull, ausgeschieden):

Durch Aquaplaning habe ich die Kontrolle über das Auto verloren. Es war einfach zu viel Wasser auf der Straße. Der Dreher war nicht das Problem, sondern die Elektronik. Das Anti-Stall (verhindert versehentliches Abwürgen des Motors, Anm. d. Red.) hat nicht funktioniert und deshalb konnte ich nichts mehr machen. Früher hatten die Fahrer noch drei Pedale: Gas, Bremse und Kupplung und wenn sie sich gedreht haben, wussten sie was zu tun ist. Jetzt liegt es nicht mehr in den Händen der Fahrer, deshalb ist es beschämend, wenn man aus so einem dummen Grund ausscheidet.

Nico Rosberg (Williams, 8. Platz):

Der Start war sehr gut. Wir waren nach einer Ewigkeit mal wieder in Führung und haben diese auch behauptet. Das war nicht zufällig, denn unser Auto war hervorragend abgestimmt. Dafür muss ich mich bei meinen Mechanikern bedanken. Der Regen hat uns leider nicht in die Karten gespielt. Aber immerhin sind wir in den Punkten gelandet. Hoffentlich ernten wir das nächste Mal den Lohn, den wir verdient haben.

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes, 7. Platz)

Bei so gefährlichen Bedingungen bin ich noch nie einen Grand Prix gefahren. Ich habe mein Bestes gegeben, um das Auto auf der Strecke zu halten. Es war das einzig Richtige, das Rennen abzubrechen. Eigentlich fahre ich gerne bei Regen, aber heute war das einfach zu viel.

Mark Webber (Red Bull, 6. Platz):

Die Jungs haben entschieden, dass Rennen abzubrechen. Ich wäre gerne noch weitergefahren, denn ich glaube, wir hätten es auf das Podium geschafft. Für einen Re-Start war es dann aber einfach zu dunkel. Das war der regnerischste und kühlste Tag, den ich jemals in Malaysia erlebt habe. Und ausgerechnet da müssen wir das Rennen fahren...

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