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Entweder Tageslicht oder Scheinwerfer fordern die Formel-1-Piloten © getty

Die Piloten sind Abendrennen leid: Sie fordern frühere Startzeiten, doch Ecclestone bleibt stur und schimpft aufs Wetter.

Von Michael Spandern

München - Nach zwei Abendrennen, die von der Dämmerung beeinträchtigt wurden, haben die Piloten genug.

In ihrem üblichen Report an die FIA fordert die Vereinigung der Formel-1-Fahrer GPDA Bernie Ecclestone auf, in der nächsten Saison frühere Startzeiten bei den Grands Prix von Australien und Malaysia festzusetzen. Das berichtet "Autosport". 89211(DIASHOW: Malaysia-GP)

In Melbourne hatte die einsetzende Dunkelheit die Schlussphase des Rennes beeinträchtigt, in Sepang war es nach sintflutartigen Niederschlägen mangels Tageslicht zu spät für einen Neustart.

"Der Regen war nicht das Problem"

Und die GPDA hatte derartige Probleme vorausgesehen: "Wir haben schon mit Charlie Whiting gesprochen, um unsere Bedenken kundzutun, und unsere Befürchtungen sind wahr geworden", sagte ein Mitglied.

"Der Regen war nicht das Problem in Malaysia", führte es aus. "Doch es gab keine Chance für einen Neustart, weil es zu dunkel geworden war."

Es würde schon helfen, wenn die Rennen nicht mehr um 17 Uhr, sondern um 16 Uhr Ortszeit gestartet würden, geben sich die Fahrer bescheiden.

Safety first?

Doch der Renndirektor ist ebenso stur wie FIA-Boss Ecclestone.

Nicht die Startzeit, sondern der Regen sei zu bedauern. "Wir wussten halt nicht, dass es regnet. Um 14 Uhr hätte es doch genauso gut regnen können."

Ecclestone hält an der späteren Startzeit fest, da die Rennen dann in Europa nicht mitten in der Nacht und damit nahezu unter Ausschluss des Fernseh-Publikums über die Bühne gehen.

"Wir verstehen, dass kommerzielle Gründe dafür sprechen, die GP so spät anzusetzen", erwidert die GPDA-Quelle. "Aber die Sicherheit muss immer an erster Stelle kommen."

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