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Max Mosley und der World Council treffen am 29. April in Paris zusammen © getty

Max Mosley signalisiert Gesprächsbereitschaft in puncto Budgetobergrenze, Interessenten wittern die Chance auf den Formel-1-Einstieg.

Von Julian Meißner

München - Die FIA bringt das Thema Budgetobergrenze wieder auf die Agenda, und schon werfen alte wie neue Interessenten für einen Formel-1-Einstieg ihren Hut in den Ring.

Nach Informationen des britischen Fachblattes "Autosport" hat der Boss des Automobil-Weltverbandes, Max Mosley, sich in einem Brief an die Rennställe gewandt.

Darin hat Mosley die Teams offenbar erneut nach ihrer Meinung zu der geplanten Obergrenze von 30 Millionen Pfund pro Saison befragt - und damit Diskussionsbereitschaft diesbezüglich signalisiert.

Der Schriftverkehr blieb nicht folgenlos.

Lola erwägt Wiedereinstieg

So erwägt der britische Automobilhersteller Lola für kommendes Jahr eine Rückkehr in die Formel 1.

"Die Ankündigung, dass Teams nur ein Budget von 30 Millionen Pfund haben dürfen, hat bei uns dazu geführt, dass wir ernsthaft die Entwicklung eines neuen Autos überprüfen", sagte Lola-Chef Martin Birrane.

Lola war zuletzt 1997 mit einem Auto in der Formel 1 vertreten.

Immer wieder Richards

Und auch Prodrive-Boss David Richards, der zuletzt nach dem Honda-Rückzug mit einem Einstieg liebäugelte, kommt wieder ins Spiel.

"Dies ist ein großartiger Zeitpunkt für einen Einstieg. Wenn die Budgets auf ein vernünftiges Maß reduziert werden, profitieren alle davon. Die Formel 1 soll kein Geldwettbewerb sein, sondern eine Meisterschaft für geniale Ingenieure und großartige Fahrer", wird Richards zitiert.

Bereits im Februar hatte das USGPE-Team von Ken Anderson und Peter Windsor einen Einstieg für 2010 angekündigt (USF1 muss Namen ändern).

Zweiklassengesellschaft in der Kritik

Doch nicht alle sind mit der Regelung, die auf der letzten FIA-Sitzung am 17. März vorgebracht wurde, zufrieden.

Demnach dürften sich Teams, die sich freiwillig auf die Obergrenze beschränken, an einem weicheren Reglement orientieren als das für Teams der Fall ist, die das Geld mit vollen Händen ausgeben (DATENCENTER: Ergebnisse und WM-Stand).

Sitzung in Paris

Diese Zweiklassengesellschaft stößt dem Gros der Teams sauer auf. Fahrergehälter wären vom Budgetdeckel ohnehin nicht betroffen. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist also noch lange nicht gesprochen.

Diskutiert wird das Thema in der kommenden Woche, wenn am 29. April der World Council der FIA in Paris zu einer außerordenlichen Sitzung zusammenkommt. Dann wird auch das weitere Vorgehen des Weltverbandes in der Lügenaffäre um Weltmeister Lewis Hamilton besprochen.

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