In seiner Sport1.de-Kolumne beurteilt DSF-Experte Peter Kohl die Tops und Flops des Formel-1-Grand-Prix von Bahrain.

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TOPS:

Jenson Button: Der smarte Brite ohne Fehl und Tadel - eine blitzsaubere Leistung! Der Reifenflüsterer hat am meisten aus seinem Auto geholt, stets die Kontrolle behalten, trotz Überhitzungsgefahr bei seinem Motor. Ein verdienter Sieg!

Sebastian Vettel: Im Trockenen wie im Nassen ein Erlebnis, ihn fahren zu sehen 15486(DIASHOW: Bilder der Karriere). Der kleine Fehler beim Start hat ihn allerdings den möglichen Sieg gekostet - zu lange hing er hinter Hamilton fest. Aber zwei Podestplätze innerhalb von acht Tagen sind eine starke Leistung!

Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen: Beide unauffällig aber sehr effektiv - haben das Beste aus ihrer Situation gemacht ("Bei Platz vier macht man keinen Flickflack").

Fernando Alonso: Der Ohnmacht nahe, völlig dehydriert holt er noch einen WM Punkt. Ein zweifacher Weltmeister, der nie auch nur einen Zentimeter freiwillig herschenkt! Aus einem solchen Holz sind wahre Champions geschnitzt (Flashlight: Alonso kollabiert im Glutofen).

Nelson Piquet jr.: Im Rahmen seiner Möglichkeiten hat er das Optimum erreicht. Sehenswert sein rundenlanges Duell mit Barrichello - in der Form kann er ruhig bei Renault bleiben.

Red Bull: Ohne KERS und Doppel-Diffusor ist das Team dennoch ein WM-Anwärter. Die Jungs heizen Brawn GP und den vermeintlich Großen sauber ein - gut so und Respekt dafür!

FLOPS:

Kazuki Nakajima: Bisher in allen Rennen extrem blass. Nutzt seine Chancen nicht - entwickelt sich nicht weiter.

Sebastien Buemi: Hat den Schwung aus den ersten Rennen nicht mitnehmen können, trotz guter Streckenkenntnisse. Lebt in Bahrain, die "Heimatgefühle" haben ihn aber eher gebremst als beflügelt. Das war zu wenig.

Giancarlo Fisichella: Das Auto deutlich verbessert, aber die Aktion gegen Massa war hirnlos und gefährlich. Hat er nicht nötig, sollte er bleiben lassen.

Toyota: Die Taktik mit den leicht betankten Autos in der ersten Startreihe 98107(Bilder des Rennens) ging voll in die Hose, Trulli und Glock hingen nach ihren frühen Stopps im Verkehr fest, die harten Reifen im mittleren Rennabschnitt waren zudem einen Katastrophenwahl. Aus einer sehr guten Ausgangsposition wenig rausgeholt. Schade. Da war deutlich mehr drin!

Ferrari: Andere entwickeln und verbessern sich schneller, dazu weiterhin mangelhafte Zuverlässigkeit. Massa ohne Telemetrie und Boxenfunk hilflos im hinteren Drittel des Feldes versackt. Nix tutti paletti - Ärmel hochkrempeln und hingelangt! Sonst werden die Roten zur Dauerlachnummer (Auch Ferrari droht mit Ausstieg) .

BMW-Sauber: Dieser Auftritt in Bahrain macht mich sprachlos! Und die wollten wirklich um den WM-Titel kämpfen (BMW in der Krise: "Eine Katastrophe") Bis Barcelona bleibt Zeit zum Wunden lecken. Bin gespannt, wer dort im Entwicklungswettlauf die Nase vorne hat.

Es bleibt auf alle Fälle spannend!

Ihr Peter Kohl

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